Einfache Zufallsstichprobe

Einfache Zufallsstichprobe

In zahlreichen Gebieten der Wirtschaft ist es wichtig, zuverlässige Daten zu generieren, um Wissen zu erlangen und für strategische Entscheidungen nutzen zu können. Die möglichen Zwecke reichen von Umfragen zum Marketing oder zur Kundenzufriedenheit bis zur Leistungsevaluation von Mitarbeitern oder der Qualitätsprüfung einzelner Chargen. Nur selten ist es dabei umsetzbar, alle Einheiten einer Gesamtmenge zu befragen beziehungsweise zu prüfen. Der Informationsgewinn steht hier in keinem Verhältnis zum Aufwand.
Eine Alternative ist die Nutzung von Stichproben. Dabei wird aus der Gesamtmenge zufällig eine kleinere Menge gezogen und untersucht. Aus den Ergebnissen dieser kleineren Menge wird dann auf die Gesamtmenge geschlossen. Die korrekte Wahl der Stichprobenart, der ausreichende Stichprobenumfang und das korrekte Vorgehen der zufälligen Ermittlung sind essenziell, damit verwertbare Daten entstehen. Die einfachste Art der Stichprobenentnahme ist die einfache Zufallsstichprobe.

Definition der einfachen Zufallsstichprobe

Die einfache Zufallsstichprobe zeichnet sich dadurch aus, dass eine zu messende Untereinheit zufällig aus der Gesamtzahl der Einheiten gewählt wird. Die zufällige Ermittlung erfolgt am besten durch einen Zufallsgenerator, sorgfältiges Durchmischen oder ein anderes Verfahren, das die bewussten Tendenzen des menschlichen Auswahlprozesses umgeht. Bei jeder Stichprobenentnahme muss die Wahrscheinlichkeit aller Untereinheiten, ausgewählt zu werden, gleich groß sein. Gleichzeitig müssen alle denkbaren zufälligen Stichproben gleich wahrscheinlich sein.
Beispiele für einfache Zufallsstichproben sind die Lottoziehung, bei der aus einer Anzahl an nummerierten Kugeln einige ausgewählt werden, oder das zufällige Auswählen von mehreren Personen aus einer Tabelle durch einen Zufallsgenerator.

Vorteil und Nachteil 

Der Vorteil der einfachen Zufallsstichprobe ist, dass bei ausreichendem Stichprobenumfang eine repräsentative Übersicht über die Gesamtmenge der Einheiten gewonnen wird. Menschliche Irrtümer bei der Probenentnahme werden ausgeschlossen. Daneben sind diese Stichproben bei vorhandener Technologie schneller und einfacher zu ermitteln. Nachteilhaft ist, dass sich bei einer heterogenen Menge an Einheiten, etwa unterschiedlicher Personen in einer Personenkartei, meistens kein repräsentatives Bild im Bezug auf die Zusammensetzung mit relevanten Eigenschaften ergibt.

https://www.youtube.com/watch?v=lmLS2XlFUkQ

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