Schon beim ersten Aufeinandertreffen zählt jede Sekunde. Wenn du deine Geschäftsidee oder dein Angebot in wenigen Sätzen prägnant erklärst – direkt zwischen Tür und Angel –, steigt deine Chance auf Interesse massiv. Ein guter Elevator Pitch zeigt klar, wer du bist, welches Problem du löst und warum gerade dein Angebot die richtige Wahl ist.

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1. Warum ein Elevator Pitch wichtig ist

Ob im Kundengespräch, auf Messen oder beim Netzwerken: Du hast oft nur wenige Sekunden, um wahrgenommen zu werden. Wenn dein Pitch nicht sitzt, ist das Gespräch schnell vorbei. Ein starker Einzeiler macht dein Angebot verständlich, weckt Interesse und gibt dir die Tür zu ausführlicheren Gesprächen auf.

2. Deine Zielgruppe und deine Botschaft definieren

Im nächsten Schritt klärst du, wen du ansprichst und was du vermitteln willst – damit dein Pitch zielgerichtet wirkt.

  • Wen möchtest du ansprechen?
  • Welches Problem oder Bedürfnis hat diese Zielgruppe?
  • Wie löst dein Produkt oder deine Dienstleistung dieses Problem?
  • Welche wenigen Fakten müssen unbedingt enthalten sein?
  • Wie formulierst du diese so, dass sie klar und verständlich bleiben?

Nur wenn du diese Punkte geklärt hast, gelingt dir ein packender Kurztext – kurz genug, um aufmerksam zu machen, klar genug, um verstanden zu werden.

3. Aufbau des Elevator Pitches mit der AIDA‑Formel

Im folgenden Abschnitt findest du ein Modell zur Strukturierung – ideal, um deinen Pitch gezielt zu formulieren.

SchrittZweckBeispiel
AufmerksamkeitDein Einstieg - neugierig machen“Stell dir vor, du spärst täglich eine Stunde…”
Interesse Problem zeigen“Viele Handwerker verbringen zu viel Zeit mit…”
DrangLösung präsentieren“Unsere App automatisiert diesen Prozess…”
AbschlussHandlung auslösen“Lass uns in fünf Minuten besprechen, wie das bei dir funktioniert.”

Mit dieser Struktur führst du deine Zuhörer systematisch durch deinen Pitch und gibst ihnen am Ende einen klaren nächsten Schritt.

4. Inhaltliche Feinheiten & Formulierungstipps

Damit dein Pitch wirklich überzeugend ist, nutze folgende Hinweise zur Gestaltung.

  • Halte deinen Text kurz und kraftvoll – idealerweise 30 Sekunden.
  • Vermeide Fachjargon, wenn dein Gegenüber damit nicht vertraut ist.
  • Verwende prägnante Schlüsselwörter, die deine Differenzierung deutlich machen.
  • Baue eine Anekdote oder Bildsprache ein, um menschlich und erinnerbar zu wirken.
  • Beende deinen Pitch mit einem Call‑to‑Action – z. B. „Lass uns einen Termin vereinbaren.“

Wenn du diese Feinheiten beachtest, wird dein Pitch nicht nur gehört, sondern bleibt im Kopf.

5. Fehler, die du vermeiden solltest

Auch der beste Pitch kann scheitern – wenn typische Stolperfallen lauern. Hier siehst du, was du vermeiden solltest.

  • Stil: zu lang, umständlich, ohne klaren Schwerpunkt
  • Inhalt: ohne konkretes Problem oder ohne Lösungsvorteil
  • Form: kein Mensch versteht deine Botschaft, weil Fachbegriffe dominieren
  • Abschluss: keine Handlungsaufforderung – und damit kein echtes Ziel
  • Timing: du verlierst den Moment, du bist nicht vorbereitet

Wenn du diese Punkte im Blick behältst, minimierst du die Wahrscheinlichkeit, dass dein erster Eindruck vergeigt wird.

6. Beispiel für einen Elevator Pitch

Damit du eine Idee bekommst, wie dein Pitch aussehen kann, hier ein beispielhafter Text: „Ich helfe kleinen Handwerksbetrieben, ihre Baustellen‑Organisation mit einer App zu vereinfachen. Statt Stunden mit Planung und Koordination zu verbringen, können sie durch unsere Lösung täglich eine Stunde sparen und unterbrechungsfrei weiterarbeiten. Lass uns gleich nächste Woche in einem kurzen Termin schauen, wie das bei deinem Betrieb aussehen könnte.“ Passe die Formulierung an deine Branche, dein Angebot und deine Zielgruppe an.

Anpassung an unterschiedliche Szenarien

Je nachdem, bei wem du deinen Pitch nutzt – Investor, Kunde, Netzwerkpartner – solltest du deine Botschaft variieren.

SzenarioBesonderheitTipp zur Anpassung
Investor Fokus auf Wachstum, Rendite, SkalierungHebe das Potenzial, Umsatzmodell oder USP hervor.
KundeFokus auf Nutzen, Lösungeines ProblemsStelle klar heraus, wie dein Angebot das Leben erleichtert.
Netzwerk / PartnerschaftFokus auf Synergien, gemeinsame ZieleBetone, was ihr gemeinsam erreichen könnt.

Elemente für einen überzeugenden Pitch

Damit dein Kurzvortrag wirklich rund wirkt, sind bestimmte Bausteine besonders wichtig.

  1. Einstieg mit einem „Hook“ – z. B. eine Frage oder kühne Aussage.
  2. Beschreibung deines Angebots bzw. deiner Idee in wenigen Sätzen.
  3. Darstellung deines Alleinstellungsmerkmals (USP).
  4. Nutzen für dein Gegenüber klar machen.
  5. Klare Handlungsempfehlung oder nächste Schritte anbieten.

Wenn du diese fünf Punkte integrierst, entsteht ein starker Pitch, der im Kopf bleibt.

Fazit: Kurz erklärt, schnell überzeugt – dein Pitch entscheidet oft über die Türöffnung.

Ein überzeugender Elevator Pitch ist keine leichte Kür, aber eine essenzielle Fähigkeit. Wenn du deine Zielgruppe kennst, deine Botschaft präzise formulierst und sie mit dem passenden Aufbau präsentierst, schaffst du den Einstieg in Gespräche, die wirklich zählen. Nutze ihn – nicht nur im Fahrstuhl, sondern bei jeder Gelegenheit.

FAQ zum Thema Elevator Pitch

Für wen eignet sich ein Elevator Pitch?

Für Gründer, Unternehmer, Vertriebsmitarbeiter – also alle, die kurz und überzeugend auftreten müssen.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für einen Pitch?

Immer dann, wenn du jemanden kurz im Gespräch hast – z. B. auf Events, in Wartesituationen oder bei Networking.

Kann der Pitch auch für Produkte gelten?

Natürlich – nicht nur für Unternehmen oder Gründer, sondern auch für Angebote oder Services.

Kann auch ein Teammitglied den Pitch übernehmen?

Ja – wichtig ist, dass er authentisch wirkt und regelmäßig trainiert wird.

Ist ein Elevator Pitch dasselbe wie eine Präsentation?

Nein – eine Präsentation ist länger; der Pitch ist kurz und prägnant.