Fragen Sie sich auch manchmal, wo Sie in zwei, drei oder vielleicht fünf Jahren beruflich und privat stehen werden? Nun wäre es eine Möglichkeit, das alles auf sich zukommen zu lassen und abzuwarten. Eine zweite Option besteht darin, sich konkrete Ziele zu setzen und damit die Karriere sowie das Leben positiv zu beeinflussen. Doch das ist leicht gesagt. Das Erreichen solcher Herausforderungen fällt dagegen schwerer.

Darum brauchen wir Ziele

Vielleicht kennen Sie Leute, die mehr erreichen. Etwa der Kollege, der in diesem Jahr bereits seine zweite Beförderung feiert. Oder der Freund, der selbst nach einem langen Arbeitstag noch die Power besitzt, sich im Fitnessstudio zu quälen. Würde man diese Personen nach ihrem inneren Antrieb befragen, so fiele die Antwort überraschend eintönig aus: Es ist das konkrete Ziel, das Menschen dazu veranlasst, über ihre Grenzen hinauszuwachsen. Wer ein solches nicht besitzt, gibt sich in der Regel mit dem Ist-Zustand zufrieden. Er würde vielleicht gerne etwas verbessern, findet aber nicht den Impuls dazu. Doch woher soll dieser auch kommen, wenn Anfang und Ende des zu beschreitenden Weges nicht erkennbar sind?

Treffen Sie eine konkrete Absprache mit sich selbst

Treffen Sie eine konkrete Absprache mit sich selbstBereits das Setzen eines Zieles kann schwerfallen. Da gibt es schließlich so vieles, was man an sich gerne verbessern möchte. Allerdings sollten Sie bei der Auswahl nicht im Ungefähren bleiben. Überlegen Sie sich, was Ihnen wichtig ist und vereinbaren Sie mit sich selbst in diesem Bereich ein konkretes Ziel. Mehr Sport treiben, weniger rauchen – das klingt ganz nett. Es handelt sich dabei aber auch um sehr vage Aussagen, für deren Erreichen Sie kaum gefordert werden. Je exakter Sie den eigenen Wunsch formulieren, desto besser wird es Ihnen gelingen, ihn selbst nach Rückschlägen nicht aus den Augen zu verlieren.

Bleiben Sie realistisch

Möchten Sie im Sommer den vollen Marathon laufen? Oder in der Firma mindestens zwei Karrierestufen bis zum Jahresende übersprungen haben? Das wären immerhin konkrete Ziele. Was jedoch nicht automatisch bedeutet, dass ihr Erreichen auch realistisch ist. Reflektieren Sie das eigene Leistungsniveau möglichst ehrlich – und fragen Sie sich auf dieser Basis, wo Sie zu Veränderungen oder sogar zu echten Verbesserungen fähig sind. Schnell werden Sie feststellen, dass Sie sich kaum ein neues Ziel zu setzen brauchen. Vielmehr werden Sie von sich aus erkennen, wo Sie mehr tun müssen. Die sich daraus ergebenden positiven Effekte können Sie gerne als nette Nebenwirkung betrachten.

Bewahren Sie sich die Motivation

Viele Betroffene fragen sich, wie sie über Wochen, Monate oder sogar Jahre diszipliniert und motiviert am Erreichen ihres Zieles arbeiten können. Nun, die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Je wichtiger Ihnen die Herausforderung ist und je mehr sie aus Ihrem tief empfundenen Herzen kommt, desto leichter wird es, dauerhaft am Ball zu bleiben. Setzen Sie sich daher nur solche Ziele, die authentisch zu Ihnen passen. Vermeiden Sie es im Gegenzug, damit lediglich anderen Leuten – Freunden, den Kollegen – gefallen zu wollen. Entspricht das Ziel nicht den tiefsten Wünschen Ihrer Seele, werden Sie früher oder später die Lust verlieren, dafür zu kämpfen.

Visualisieren Sie das Ziel

Übrigens können Sie den Lust-Faktor noch ein wenig steigern. Stellen Sie sich dafür nicht alleine das Ziel vor. Sondern überlegen Sie sich auch, welche positiven Errungenschaft sein Erreichen auslösen würde. So bringt die berufliche Beförderung vielleicht das lange ersehnte Einzelbüro mit sich, in dem Sie sich nicht mehr über das laute Radio des Kollegen aufregen müssen. Bereits die Vorstellung daran kann wahre Glücksgefühle in Ihnen auslösen. Malen Sie sich nun den einen Moment aus, in dem Sie das Ziel erreichen: Welche Freude wird Ihnen durch Körper und Geist gehen, wenn Sie die Herausforderung gemeistert haben?

Lassen Sie sich nicht vom Weg abbringenLassen Sie sich nicht vom Weg abbringen

Doch bei allen Vorzügen des Zieles dürfen Sie in keine Träumereien verfallen. Seien Sie sich bewusst, dass der Weg nicht nur lang und anstrengend sein wird – er ist ebenso mit Niederlagen gepflastert. Rückschläge also, bei denen sich zeigen wird, wie wichtig Ihnen das Erreichen des Zieles wirklich ist. Nutzen Sie Misserfolge als kleines Feedback, um an sich zu arbeiten und vorhandene Fehler zu beseitigen. Lassen Sie sich davon jedoch nicht aus dem Konzept bringen. Je geduldiger Sie am Ball bleiben, desto näher kommen Sie der Verwirklichung Ihres Wunsches. Ob Sie diesen in die Tat umsetzen können, liegt bei Ihnen.