Täglich öffnen wir zahlreiche Türen und passieren verschiedene Tore: Raus aus dem Schlafzimmer, rein ins Bad, raus aus der Wohnung und dem Haus, rein in die Garage und runter vom Hof, rein ins Parkhaus und Büro sowie anschließend zum Supermarkt oder Bäcker und letztendlich zurück in die gute Stube. Haben Sie mitgezählt? Nein? Egal! Fakt ist: Türen und Tore sind aus unserem Alltag nicht wegzudenken. Sie erfüllen diverse Funktionen, sehen toll aus und dienen zugleich unserer Sicherheit, beispielsweise beim Brandschutz. Egal ob für private, gewerbliche oder industrielle Zwecke – so unterschiedlich wie die Einsatzgebiete von Türen und Toren, sind auch deren Ausführungen. Türhersteller lassen sich immer wieder etwas Neues einfallen. Zahlreiche Details gilt es inzwischen zu beachten. Was Sie alles wissen sollten, finden Sie im Folgenden.

 

Bekannte Vertreter von Türen und Toren

Tore kommen überall dort zum Einsatz, wo abgegrenzte Bereiche großflächig geöffnet beziehungsweise geschlossen werden müssen. Bekannte Vertreter sind unter anderem Garagentore, Hoftore sowie Rolltore von Geräteräumen einer Sporthalle oder von einem Lagerhaus. Außerdem werden je nach Öffnungsmechanismus folgende Türen und Tore unterschieden:

  • Flügeltüren und -tore
  • Schiebetüren und -tore
  • Falttorre und Schiebefalttore
  • Kipptore
  • Schwingtore
  • Sektionaltore
  • Zylinder-, Dreh- und Karusselltüren
  • Rolltore und -gitter

 

Statt von Hand betätigt: Elektrische Torantriebe

In manchen Situationen kann das Öffnen einer Tür zu einer unliebsamen Angelegenheit werden. Wer möchte schon aus dem Auto austeigen, wenn es draußen stürmt und schneit? Hilfe bringt ein elektrischer Torantrieb. Dieser lässt sich bequem aus der Ferne per Knopfdruck bedienen. Häufig wird dafür ein Funk-Handsender verwendet, mit dem über einen Elektromotor der Schließmechanismus betätigt wird. Dieser bewegt mit einer Kette oder einem Zahnriemen dann das Garagentor. Lediglich bei Toren, die sich ausschließlich horizontal öffnen, kommen Bewegungsschrauben zum Einsatz. In diesem Fall wird von einem Spindelantrieb gesprochen.

Im Wesentlichen unterscheiden sich die AntriebsartenTüren und Tore in Zugkraft, Lautstärke und Haltbarkeit. Während ein Zahnriemen zwar nahezu lautlos ist, überzeugen Antriebsketten demgegenüber durch eine stärkere Leistung und einer geringeren Anfälligkeit für Risse. Ausschlaggebendes Kriterium sind jedoch die Maße eines Tores. Je größer das zu bewegende Torblatt, desto mehr Zugkraft benötigt der Antrieb.

Namhafte Hersteller von Torantrieben gibt es viele. Bevor Sie sich für ein Modell entscheiden, lohnt sich jedoch immer ein Preisvergleich! Die Unterschiede sind zum Teil erheblich. Außerdem wirkt sich die Art der Energiezufuhr stark auf den Preis aus. Steht Ihnen für den Torantrieb kein Stromanschluss zur Verfügung, gibt es alternativ auch Akku- und Solar-Antriebe. Informieren Sie sich vorab und finden Sie über Marktplatz Mittelstand einen Partner, der Sie auch bei der Art des Antriebs berät.

 

Sicherheitsmaßnahmen zur Vermeidung von Unfällen

Leider ereignen sich an Türen und Toren immer wieder Unfälle. Eingeklemmte Finger, Knochenbrüche oder gar Schlimmeres – vieles davon ließe sich oft mit einfachen Sicherheitsvorkehrungen vermeiden. Gefahrenstellen und Schwachpunkte einer Toranlage sind meist bekannt. Dabei gilt: Ohne regelmäßige und fachgerechte Wartung wird jedes Tor früher oder später zur Gefahrenquelle. Darüber hinaus sollten Sie folgende Schutzmaßnahmen treffen:

  • Installation von Not-Stop-Möglichkeiten
  • Gesicherte Schließkanten aus verformbaren Material
  • Begrenzung der Zugkraft und der Geschwindigkeit
  • Fangvorrichtungen gegen das Abstürzen von Toren
  • Vermeidung von Klemmstellen

 

Das Beispiel Rolltor

Türen und ToreMit einem Rolltor werden normalerweise begeh- oder befahrbare Öffnungen von Gebäuden verschlossen. Der große Vorteil gegenüber einem klassischen Garagentor: Ein solches Tor benötigt zum Öffnen kaum Platz. Es geht weder seitlich noch im Deckenbereich wertvolle Fläche verloren. Aus diesem Grund kommt es vor allem im gewerblichen Bereich in Form von breiten Schnelllauftoren zum Einsatz. Dabei wird es nicht nur als Außen- und Fassadentor verwendet. Zum Beispiel dienen Rolltore auch als Abschluss von Groß- und Tiefgaragen, als Innentor in Einzelhandelskomplexen (zur Abtrennungen von Einkaufsstätten und Ladenpassagen), als Schaufensterabschluss oder als Brandschutzabschluss. Außerdem zieren filigrane, oberflächendesignte und zugleich robuste Rolltoren zunehmend die Garagen moderner Wohnhäuser.

Um ihrer Funktion gerecht zu werden, wird einiges von Rolltoren verlangt. Sie müssen einbruchssicher sein und zur Wärmedämmung beitragen. Damit von ihnen kein Risiko ausgeht, müssen sie zusätzlich verschiedene Sicherheitsbestimmungen erfüllen. Die Klemmgefahr muss auf ein Minimum reduziert und die Absturzgefahr des Tores ausgeschlossen werden.

 

Was Türen und Tore kosten

Türen und Tore sind in unterschiedlichen Preiskategorien erhältlich. Wie viel Sie für ein Tor ausgeben müssen, hängt letztendlich von der gewünschten Ausführung inklusive der Größe, dem Antrieb, der Qualität und dem Material ab. Die günstigen Modelle sind handbetrieben und ohne Muster dekoriert. Umso aufwendiger die Verarbeitung, desto höher der Preis. Folgender Überblick liefert Ihnen eine erste Orientierung zu den möglichen Preisspannen:

  • Zimmertüren: 25 bis 1.000 EUR
  • Eingangstüren: 100 bis 2.000 EUR
  • Schwingtore: 400 bis 3.000 EUR
  • Garagen-Sektionaltore: einwandig 500 bis 2.500 EUR, doppelwandig 1.000 bis 5.000 EUR
  • Garagen-Rolltore: 2.000 bis 4.000 EUR