Quer durch alle beruflichen Branchen ist Teamfähigkeit einer der populärsten Ausdrücke in Stellenbeschreibungen. Getreu dem Motto „Gemeinsam ist man stärker“ legen immer mehr Arbeitgeber Wert auf die Teamfähigkeit ihrer Mitarbeiter.

Doch was ist Teamfähigkeit eigentlich genau und warum spielt sie in der heutigen Arbeitswelt eine so große Rolle?

Was Teamfähigkeit NICHT ist

Entgegen der weit verbreiteten Meinung ist Teamfähigkeit keine charakterliche Eigenschaft oder ein natürliches Talent. Teamfähigkeit meint auch nicht, jederzeit mit den Kollegen auszukommen oder stets nett und zuvorkommend zu sein. Teamfähigkeit bedeutet auch nicht, sich stets unterzuordnen und nichts infrage zu stellen.

Was bedeutet Teamfähigkeit nun?

Um den Begriff Teamfähigkeit möglichst genau definieren zu können, ist es sinnvoll, sich fünf typische Teamkompetenzen vor Augen zu führen:

Kommunikation

In der Arbeit alWas bedeutet Teamfähigkeit nun? s Team gilt die Devise, dass Schweigen Silber und Reden Gold ist, denn nur durch eine lebhafte Kommunikation miteinander ist es möglich, Ideen auszutauschen und über verschiedene Standpunkte zu diskutieren. Idealerweise formulieren Teamplayer Meinungen und Gedanken verständlich und können Feedback und Kritik konstruktiv aufnehmen und geben.

Bereitschaft zur Kooperation

Nur wenn alle Mitarbeiter bereit sind, mit ihren Kollegen zusammenzuarbeiten, kann ein Teamgedanke entstehen. Wichtig hierbei ist, dass nicht eine Person alles alleine machen möchte, sondern dass die Aufgaben gemäß den Kompetenzen sinnvoll verteilt werden.

Gute Streitkultur bzw. gutes Konfliktmanagement

Jeder Mensch hat unterschiedliche Standpunkte und Ideen zu Arbeitsabläufen. Es ist vollkommen natürlich, dass die Folge hiervon Konflikte sein können. Dies ist also nicht weiter dramatisch, sofern die Umgangsweise mit Konflikten konstruktiv ist.

Kritik- und Reflexionsfähigkeit

Je mehr sich ein Mitarbeiter selbst und seine Arbeit im Team einordnen kann, umso leichter fällt es ihm, eigene Ansätze und Ideen zu überdenken. Wenn dann Vorschläge kritisiert werden, wird die Kritik konstruktiv aufgefasst und nicht als persönlicher Angriff gewertet.

Strukturfähigkeit

Das ganze Team an Mitarbeitern braucht Struktur, um produktiv arbeiten zu können. Dies bedeutet, dass jeder einzelne Mitarbeiter Struktur benötigt. Nur wenn vereinbarte Deadlines eingehalten und alle zugeteilten Aufgaben gewissenhaft erledigt werden, kann das gesamte Team einen Schritt vorwärts gehen.

Wie werden auch Sie zu einem Teamplayer?

Teamwork ist keineswegs ein Selbstläufer. Das Gute daran ist, dass jeder Mitarbeiter lernen kann, zu einem Teamplayer und damit zu einem wertvollen Mitglied für jedes Team zu werden.

Um zu einem solchen Teamplayer zu werden, müssen Sie natürlich wissen, was einen guten Teamplayer ausmacht. All dies sind Dinge, die Sie vielleicht bereits mitbringen; manche müssen Sie aber unter Umständen erst lernen. Vergessen Sie nicht, dass das Gehirn grundsätzlich durch Wiederholungen lernt. Je öfter Sie also Eigenschaften eines guten Teamplayers beherzigen und umsetzen, umso schneller werden Ihnen diese Dinge in Fleisch und Blut übergehen.

Zuverlässigkeit

Für die anderen Mitglieder des Teams ist es wichtig, dass sie sich vollkommen auf Sie verlassen können. Durch Zuverlässigkeit und Vertrauen wird der Rückhalt im Team gestärkt.

Fähigkeit zur Kritik

Fehler passieren, denn wir sind alle keine Götter, sondern Menschen – und Menschen begehen nun mal Fehler. Haben Sie also den Mut und gestehen Sie im ersten Schritt Fehler ein. Im zweiten Schritt sollten Sie aus den begangenen Fehlern lernen.
Fassen Sie Kritik von Vorgesetzten oder Teammitgliedern nicht persönlich auf, sondern nutzen Sie konstruktives Feedback, um sich weiterzuentwickeln.

Rücksichtnahme

Wie werden Sie zu einem Teamplayer?

Manchmal muss man sich selbst etwas zurücknehmen und andere Mitarbeiter zu Wort kommen lassen, damit das Team funktioniert. Für eine gute Harmonie im Team ist ein rücksichtsvoller Umgang miteinander elementar wichtig. Nur dann werden alle Teammitglieder den Mut aufbringen, ihre eigene Meinung zu vertreten und Vorschläge und Ideen zu unterbreiten.

Zur eigenen Meinung stehen

Ohne Frage können manche Diskussionen anstrengend und zeitraubend sein, insbesondere wenn sie sich scheinbar stets im Kreis drehen. Dennoch sind sie notwendig und für den Teamgeist belebend. Nur durch unterschiedliche Perspektiven und Meinungen wird aus einer anfänglichen Idee ein funktionierendes Konzept.

Bereitschaft zu Kompromissen

Möchten Sie immer nur Ihren eigenen Kopf durchsetzen, werden Sie es in jedem Team schwer haben. Teamplayer sind in der Lage, über ihren eigenen Schatten zu springen und zeigen Bereitschaft zu Kompromissen.

Durchhaltevermögen

Nicht nur bei langen Diskussionen kann Teamarbeit durchaus anstrengend und ein langwieriger Prozess sein. Vor allem bei Wechseln im Team oder einer Neugründung muss sich das Team erst finden. Es lohnt sich aber, sich durch diese Phasen hindurchzukämpfen und einen langen Atem zu beweisen. Geben Sie nicht vorschnell auf, denn ansonsten lassen Sie die anderen Teammitglieder hängen und das gesamte Projekt wird unter Umständen zusammenbrechen. Zeigen Sie jedoch Durchhaltevermögen, wird dies auch auf die anderen Mitglieder des Teams motivierend wirken.