Eine Landingpage ist eine Webseite, auf welche Nutzer durch ihre eigene Sucheingabe in der Suchmaschine oder durch ihren Klick auf eine Werbeanzeige gelangen. Die Landingpage bewirbt ein Produkt oder eine Dienstleistung in der Regel in redaktioneller Form. Sie soll eine Conversion des Nutzers erreichen, ihn also zu einem Kauf oder zum Hinterlassen seiner verwertbaren E-Mail-Adresse bewegen.

Der Aufbau von Landingpages

Landingpages müssen so aufgebaut sein, dass die vom Nutzer gesuchten Informationen sofort erkennbar sind. Das kann durch einen Teaser-Text, ein Bild, ein Video oder die Kombination solcher Elemente geschehen. Der Nutzer hat entweder selbst nur einen sehr knappen Suchbegriff wie “günstige Waschmaschine” eingegeben oder auf eine Werbung mit so einem Suchbegriff geklickt. Nun soll er in weniger als zehn Sekunden erfahren, wo es günstige Waschmaschinen – von welchen Herstellern – gibt. In zehn Sekunden entscheidet unser Gehirn, ob wir uns mit einer Information näher befassen. Der Teaser der Landingpage könnte lauten: “Günstige und gute Waschmaschinen der Hersteller Bosch, Samsung und Beko bietet der Händler XY an.” Der Nutzer kennt nun drei wichtige Hersteller und einen wichtigen Händler für günstige Waschmaschinen. Jede weitere Information im Teaser wäre zu viel.

Zum weiteren Aufbau der Landingpage gehören jetzt eine Vertiefung dieser Informationen und ein Klick zum Händler. Die Vertiefung könnte in drei Absätzen zu den genannten Herstellern bestehen. Dort soll erläutert werden, warum deren Waschmaschinen gut und günstig sind. Drei Videos könnten auch hilfreich sein, die Kombination würde auf die Verknüpfung von (kurzen) Texten und Videos setzen. Der Klick führt zu den Kaufangeboten des Händlers. Der Kunde findet alle Informationen vor, nach denen er gesucht hat – inklusive der exakten Preise und Features der Waschmaschinen beim Händler. Damit er sich den Händler merkt, sollte die Landingpage dessen Corporate Design aufgreifen, wenn der Händler die Landingpage selbst platziert hat. Sollte sie von einem Affiliate stammen, kann sie neutral gehalten werden, um an die redaktionelle Attitüde zu gemahnen. Dennoch kann und sollte es einen Call-to-action geben.

Ziele einer Landingpage

Ziele einer LandingpageDas oberste Ziel besteht in der Conversion des Nutzers zum Käufer beziehungsweise in der Leadgenerierung (der Nutzer hinterlässt seine für Werbezwecke verwertbare E-Mail-Adresse, was aus juristischen Gründen freiwillig geschehen muss). Es gibt aber noch weitere Ziele von Landingpages. Da sie per Link mit einer Zielseite – in der Regel der des Händlers – verknüpft sind, haben sie eine überragende Bedeutung für die Offpage-SEO. Sie dienen also der Suchmaschinenoptimierung der Händlerseite über einen externen Backlink. Das dritte wesentliche Ziel ist die Information des Nutzers zum Thema. Auch wenn er momentan nicht kauft, weiß er doch künftig, wonach er suchen muss. Hierfür ist es sehr wichtig, ihn auf der Landingpage nicht mit Informationen zu überschütten.

Wenn die vier wesentlichen Informationen über drei günstige Waschmaschinenmarken und einen brauchbaren Händler im Gedächtnis gespeichert sind, kann sich das der Kunde über Monate und Jahre merken. Die Speicherung erfolgt, nachdem das Ultrakurzzeitgedächtnis die Info nach zehn Sekunden Teaser ins Kurzzeitgedächtnis entlässt, das sich nun für rund drei Minuten mit den erläuternden Texten und Videos befasst. Nach diesen drei Minuten wird die Information, wenn sie gut aufbereitet war, im Langzeitgedächtnis gespeichert: Bosch – Samsung – Beko – Händler XY. Mehr muss sich ein Mensch nicht merken, um wieder einmal nach diesen Waschmaschinen zu suchen.

Mit welchen Tricks lässt sich eine Landingpage optimieren?

Die wichtigsten “Tricks” sind der kurze, aussagekräftige Teaser und die Übersichtlichkeit. Im Teaser ist jedes überflüssige Wort zu viel. Auch dass die Landingpage Erläuterungen zu genau drei Markenherstellern liefert, sollte der Nutzer auf einen Blick erkennen – selbst auf einem Smartphone-Display. Ein Call-to-action inklusive Link zum Händler muss gut erkennbar sein (farbliche Kennzeichnung, ausreichend groß). Für die Leadgenerierung sollte wirklich nur eine E-Mail-Adresse abgefragt werden. Alles Komplizierte führt zu Abbrüchen.

Fehler auf LandingpagesFehler auf Landingpages

Es erschließt sich, dass der größte Fehler und Feind der Conversion die Unübersichtlichkeit ist. Diese kommt oft von Webdesignern, die sich auf Landingpages künstlerisch austoben, was den nach Informationen suchenden Nutzer aber nicht interessiert – er wendet sich ab. Zu viel Kunst (generell auf Webseiten) führt oft zu längeren Ladezeiten, die ebenfalls zu Abbrüchen führen. Auch ein zu buntes Erscheinungsbild kann (je nach Thema) unseriös wirken. Ein Call-to-action inklusive Kaufbutton sollte unter den Erläuterungen stehen, alles andere wäre unlogisch.