Der Elan, mit dem Sie morgens in Ihren Job starten, unterliegt natürlichen Schwankungen. Wer geht schon gerne bei trübem Nieselwetter aus dem Haus? Auch gesundheitliche Beschwerden, private Sorgen oder Termindruck bremsen die Motivation – zumindest kurzfristig.

Dauert dieser Zustand über mehrere Wochen an,  dann sollten Sie Ihre Situation genauer unter die Lupe nehmen. Der folgende Beitrag vermittelt Ihnen wichtige Hintergrundinformationen zum Thema „Motivation“ und zeigt Ihnen, wie Sie neuen Schwung gewinnen.

Was heißt eigentlich Motivation? Warum ist sie so wichtig?

Der Begriff „Motivation“ stammt vom lateinischen „movere“, also bewegen. Motivierte Menschen sind aktiv, sie bewegen sich und sie bewegen etwas.

Die Psychologie unterscheidet dabei zwei Arten von Motivation: intrinsische und extrinsische Motivation. Das Beispiel eines Journalisten verdeutlicht den Unterschied.

Extrinsische Motivation sind äußere Faktoren wie:

– Gehalt
– Aussicht auf Beförderung
– Boni/Auszeichnung

Der Journalist fühlt sich angemessen bezahlt und kann von seinem Lohn ein gutes Leben führen. Darüber hinaus hat der Chefredakteur ihm eine Stelle als Ressortleiter angeboten und seine letzte Reportage wurde für einen Journalistenpreis vorgeschlagen.

Die intrinsische Motivation entsteht aus folgenden Bedingungen:

– Talent und Können
– übergeordneter Sinnzusammenhang
– Freude an der Tätigkeit ohne Über- oder Unterforderung

Der Journalist verfügt über ein enormes Schreibtalent. Er gewann bereits in der Schule zahlreiche Wettbewerbe. Es macht ihm Freude, mit Worten zu jonglieren und an Sätzen zu feilen. Seine Tätigkeit als Journalist empfindet er zusätzlich als wertvollen Beitrag zur Förderung der Demokratie und der Gesellschaft..

Äußere Faktoren wie Bonuszahlungen oder das Gehalt können Sie nur bedingt beeinflussen. Darüber hinaus wirken externe Anreize nur begrenzt. Bonuszahlungen motivieren meist nur bis sie ausgezahlt sind.

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie sich selbst motivieren können und Ihre inneren Werte und Motive kennen.

Sechs effektive Strategien, um sich selbst zu motivieren

Mit diesen Methoden bringen Sie sich wieder in Schwung:

1. Selbsterkenntnis und Selbstmanagement

Der zentrale Punkt für die Selbstmotivation liegt in der Selbsterkenntnis. Nur wenn Sie sich selbst gegenüber ehrlich sind und lernen, Ihre Stärken, Schwächen und MMit der nötigen Motivation kann das Unmögliche möglich gemacht werdenotive zu erkennen und anzunehmen, kommen Sie vorwärts.

Gönnen Sie sich einen Kurs oder ein Coaching zur Selbsterfahrung. Professionelle Berater leiten Sie dabei umfassend an. Dabei lernen Sie, sich selbst zu hinterfragen und entdecken möglicherweise unbewusste Glaubenssätze oder Verhaltensweisen, die Sie in Ihrem Job behindern.

Wer sich selbst gut kennt und führen kann, für den ist es ein Leichtes, sich selbst zu motivieren.

2. Visualisieren Sie klare Ziele.

Der Weg ist das Ziel und jeder Schritt ist wichtig. Während Sie ein Motivationstal durchschreiten, hilft diese weitverbreitete Erkenntnis meist nicht. In solchen Momenten ist es nützlicher, wenn Sie sich das Ziel ganz klar vor Augen halten:

– Wie fühlt es sich an, wenn Sie Ihre Pläne umgesetzt haben?
– Malen Sie sich Details aus.
– Kennen Sie jemanden, der dieses oder ein ähnliches Ziel bereits erreicht hat? Nutzen Sie diese Person als Inspirationsquelle.

3. Sinnfragen: Wozu das ganze?

Es gibt Phasen, in denen scheint es einfach nicht zu laufen. Egal, wie sehr Sie sich auch bemühen. Taucht daher plötzlich die Frage nach dem Sinn Ihrer Arbeit auf? Sind Sie sich im Klaren, welche Motive Sie im Innersten antreiben?

Am Beispiel des Journalisten wird deutlich: Auch während langwieriger oder schwieriger Recherchen weiß er um den grundlegenden Wert seiner Arbeit.

Geht Ihnen dieser Sinn verloren, dann sollten Sie sich nach Alternativen umzuschauen. Tätigkeiten, die langfristig als sinnlos erlebt werden, steigern das Burnout-Risiko.

4. Listen schaffen KlarheitTo-Do Listen schaffen Klarheit und helfen bei der Motivation

Legen Sie eine To-do-Liste an. Sobald Sie einen Punkt erledigt haben, setzen Sie einen Haken dahinter. Jedes Häkchen symbolisiert einen Erfolg. Somit sehen Sie Fortschritte und behalten den Überblick. Das macht Freude und motiviert für die anstehenden Aufgaben.

5. Don’t think too much – just do it!

Ein Plan ist nur sinnvoll, wenn er zu aktivem Handeln führt. Deshalb: Versuchen Sie nicht, einen perfekten Plan auszutüfteln, sondern legen Sie los!

6. Seien Sie großzügig mit sich selbst.

Niemand ist perfekt. Gehen Sie daher gelassen mit Rückschlägen um und verzeihen Sie sich selbst. Die beste Strategie lautet: Lernen Sie aus Ihren Fehlern und haken Sie sie ab.

Sie möchten mehr über den konstruktiven Umgang mit Niederlagen erfahren? – Das ZDF widmete diesem Thema mehrere Beiträge. Diese können Sie in der Mediathek anschauen.

Viel Erfolg!