Stellen Sie sich vor, Sie hätten ein an Werbezwecke gebundenes Budget zur Verfügung. Doch statt eines Logos, eines Produktes oder einer Botschaft würden Sie sich selbst vermarkten. Das sogenannte Personal Branding ist seit rund 20 Jahren bekannt und zielt darauf ab, das Image einer Person zu verändern. Dabei würden Sie selbst sich keinem Wandel unterziehen. Lediglich das Bild, das andere Menschen von Ihnen erlangen, würde an Ihre Ziele und Bedürfnisse angepasst.

Vom Teamplayer zur Marke

Vielleicht interessieren Sie sich für die Welt des Sports. Dann dürfte Ihnen seit einigen Jahren auffallen, dass immer mehr Spitzenathleten nicht für fremde Produkte werben oder die Kleidung eines bestimmten Ausrüsters tragen. Vielmehr wird die Mode – neben sonstigem Merchandising – kurzerhand selbst entworfen. Ehemalige Spieler streben nach dem Ende der aktiven Karriere auch nicht mehr so zahlreich den Schritt in das Traineramt an. Stattdessen wird ein Posten in den Medien gesucht, wo sich der Betroffene als Experte auf seinem Gebiet inszenieren kann. Das alles sind Ausprägungen der Selbstvermarktung. Die eigene Persönlichkeit wird einem Stilwandel unterzogen, mit dem sich Einnahmen generieren lassen.

Kommunikation mit der Zielgruppe

Ein solches Personal Branding ist also immer dort gefragt, wo ohnehin eine private oder berufliche Veränderung ansteht. Wenn Sie bereits ein erfolgreiches Unternehmen führen und kaum die Last der Aufträge bewältigen können, wäre eine Neuorientierung nicht mehr angeraten. Möchten Sie sich jedoch eine neue Zielgruppe oder sogar fremde Märkte erschließen, könnte darin der Schlüssel zum Erfolg liegen. Die Aufgabe für Sie bestünde nun darin, sich für den Markt und seine Teilnehmer attraktiv zu machen. Sich folglich in einer Weise zu positionieren, die interessant genug ist, um Ihre Produkte zu erwerben oder Ihre Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen. Ebenfalls, um Sie als neuen Mitarbeiter zu engagieren.

Achten Sie auf Alleinstellungsmerkmale

Für die Selbstvermarktung ist es wichtig, nicht in dem Strom der übrigen Mitbewerber zu schwimmen. Wer Achten Sie auf Alleinstellungsmerkmalewürde Sie dort wohl entdecken? Heben Sie sich also von der Masse der Konkurrenten ab. Etwa, indem Sie sich auf einem Fachgebiet den Ruf eines Spezialisten erwerben. Verlieren Sie dabei aber nicht die Basis Ihres Kompetenzbereichs aus dem Blick. Am ehesten werden Sie Menschen für Sich begeistern können, wenn Sie als sympathischer und volksnaher Allrounder wahrgenommen werden, der zu bestimmten Fragen eben eine besonders gute Lösung kennt. Erst damit beweisen Sie, dass Sie Ihre Materie gründlich kennen und Sie sich wie ein Fachmann auf diesem Gebiet bewegen können.

Mit einfachen Schritten zum Erfolg

Zugegeben, das zuvor Gesagte klingt etwas theoretisch. Das Gute daran: Die Umsetzung gelingt meist ganz leicht. Nutzen Sie die sozialen Medien dafür. Drehen Sie kleine Videos für Youtube, schreiben Sie lesenswerte Artikel für die Webseite Ihres Unternehmens oder posten Sie regelmäßig Fotos von sich und den Kollegen auf Facebook und Instagram. Sie werden schnell merken, dass sich die Zahl jener Personen, die sich für Sie interessieren, spürbar erhöht. Sie und Ihre Firma werden plötzlich nicht mehr als gesichtsloses Unternehmen wahrgenommen, von dem nie so richtig bekannt war, was es eigentlich produziert und anbietet.

Treten Sie in die Öffentlichkeit

Treten Sie in die ÖffentlichkeitDennoch sei Ihnen angeraten, nicht sämtliche Aktivitäten des Personal Branding über die sozialen Netzwerke oder allgemein über das Internet zu leisten. Suchen Sie vielmehr den Kontakt zur Zielgruppe. Nutzen Sie Diskussionen und Podiumsveranstaltungen, um sich als Redner zu beweisen – und damit die eigene Kompetenz zu unterstreichen. Besprechen Sie mit Auftraggebern, Klienten und Kunden gezielt, welche Ansprüche an Ihr Unternehmen gelegt werden und welche Wünsche oder Bedürfnisse es erfüllen soll. Neben der persönlichen Reputation werden Sie – wenn alles günstig verläuft – innerhalb kurzer Zeit die Bekanntheit Ihrer Firma steigern und diese für eine neue Zielgruppe interessant machen.

Bauen Sie Vertrauen auf

Natürlich müssen Sie den Worten auch Taten folgen lassen. Führen Sie ein Unternehmen, so wählen Sie dafür ausnahmslos geeignetes Personal aus. Schon wenige schlecht ausgeführte Aufträge können Ihr sorgsam aufgebautes Image nämlich schnell ruinieren. So leicht es gelingen mag, den Ruf des Spezialisten zu begründen, so schwer ist es, ihm über Jahre oder sogar Jahrzehnte hinweg gerecht zu werden. Um auf die Eingangsthese zurückzukommen: Überlegen Sie sich genau, welche Stärken Sie in den Vordergrund rücken und welche Schwächen Sie unerwähnt lassen würden, wenn Sie sich selbst vermarkten könnten. Denn darin liegt das Ziel beim Personal Branding. Inszenieren Sie sich als der Experte, der Sie schon bald sein werden.