Ein Webbrowser dient der Darstellung einer Webseite. Das Wort “to browse” bedeutet stöbern oder umsehen. Es gibt Browser auch außerhalb des Internets, die digitale Dokumente und Daten darstellen sowie darin die Suche ermöglichen.

Darstellungen und Funktionen eines Browsers

Ein Browser kann HTML-Seiten, aber auch PDF- oder sonstige Dokumente, Bilder, Grafiken und Videos darstellen. Er enthält Navigationselemente wie die Vor- und Zurück-Funktionen oder das Aufrufen von Indexseiten, diese Funktionen haben auch Browser außerhalb des Internets. Eine sehr wichtige Funktion ist das Einbetten von Hyperlinks, mit denen der Nutzer zu einer anderen Seite gelangen kann. Zu den jüngeren Funktionen moderner Browser gehört die verweissensitive Grafik. Der Nutzer kann auf einer dargestellten Grafik einen Bereich anklicken, etwa auf einer Karte einen bestimmten Punkt. Dadurch gelangt er dann zu einer verlinkten Seite, die beispielsweise Text über die betreffende Region anzeigt. Auch das Bookmarking ist eine Browserfunktion. Hiermit kann sich der Nutzer Lesezeichen anlegen, um schneller zu bestimmten Seiten zu gelangen.

Jeder Browser ermöglicht die Definition einer Startseite, die zum Beispiel die Suchmaschine Google, aber auch eine beliebige andere Seite sein kann. Der Browser Chrome stellt beim Start in der Standardeinstellung die zuletzt und am häufigsten aufgerufenen Seiten dar. Die meisten Browser sind mit einer Tabbed Funktion ausgestattet. Damit können Nutzer in verschiedenen Registerkarten mehrere Seiten öffnen. Das sind die Basisfunktionen von jedem gängigen Internetbrowser. Darüber hinaus können Nutzer per Plug-in bei den meisten Browsern noch weitere Funktionen installieren.

Die gängigsten und besten Browser

Chrome in der jüngsten Version 59.0 ist der am häufigsten genutzte Browser, er gilt auch als der beste. Im Juli 2017 nutzten ihn weltweit 44,43 % aller Microsoft Explorer, Safari, Mozilla Firefox und Google Chrome sind die gängigsten Browser.Internetnutzer, gefolgt von Firefox 54.0 (8,15 %) und dem Internet Explorer 11.0 (6,48 %). Viele Nutzer setzen inzwischen auf den neuen Microsoft-Browser Edge, der in der Version 14 weltweit einen Marktanteil von 1,83 % erreicht. Auch die für mobile Endgeräte entwickelten Internetbrowser sind zu erwähnen, so Safari iPad (6,1 % Marktanteil) und Chrome for Android (3,09 %). Den lange Zeit sehr erfolgreichen Internet Explorer entwickelt Microsoft nicht mehr weiter, seit Windows 10 ist Edge der neue MS Standard-Browser. Google Chrome wird von Experten einhellig als sehr schnell mit ausgezeichneter Stabilität und einer wirklich übersichtlichen Menüführung gelobt, das scheinen Gründe für die absolute Dominanz dieses Browsers zu sein.

Noch wichtiger ist den Nutzern möglicherweise die hohe Sicherheit mit Chrome. Google hat immer wieder Prämien für entdeckte Sicherheitslücken (mehrere Tausend Dollar) ausgelobt, um diese dann umgehend zu schließen. Auch warnt Chrome umgehend, wenn der Nutzer eine unzureichend zertifizierte Seite aufruft, die automatische Weiterleitung wird in diesem Fall unterbrochen. Die Crypto API und damit die Verschlüsselungsbearbeitung wurde zuletzt ebenso verbessert wie die Content Security-Policy. Selbst eine Whitelist vertrauenswürdiger Webseiten führt Chrome. Hinsichtlich der Performance und Transparenz lässt dieser Browser keine Wünsche offen. Ein einziger Nachteil wird bemängelt: Die Nutzerdaten von Chrome-Usern liegen für Google offen wie ein aufgeschlagenes Buch.

Im Überblick:

Vorteile Chrome:

-schnell
-übersichtlich
-sehr sicher

Nachteil Chrome:

-Nutzerdaten für Google (zu) gut einsehbar

Weitere erwähnenswerte Internetbrowser wären Firefox und Edge. Hier der Überblick:

Vorteile Firefox:

-schnell
-benutzerfreundlich
-sicher

Nachteil Firefox:

-keine zuverlässige Mehrprozess-Optimierung

Vorteile Edge:

-performant
-sicher
-modernes, schlankes Design

Nachteil Edge:

-nicht sehr schnell (langsamer als Chrome)

Grundsätzlich können diese Browser auf Windows- und Mac-Rechnern genutzt werden. Zu erwähnen wäre für Mac-Nutzer aber zusätzlich der Apple Safari Browser, den Microsoft ab 2012 nicht mehr fortentwickelte. Apple hingegen machte ihn immer moderner.

Vorteile Safari:

-viele übersichtliche Funktionen
–bestmögliche Vernetzung
-viele Erweiterungen

Nachteil Safari:

-eignet sich nur noch für Apple-Geräte

Kann ein Browserwechsel die Sicherheit erhöhen?

Nutzer, die sich bei der Nutzung von leistungsfähigen, aber scheinbar sehr transparenten Browsern wie Chrome “ausgespäht” Ein Browserwechsel wirkt sich nicht positiv auf die Sicherheit aus. fühlen, wechseln manchmal auf dem gleichen Rechner den Browser, um “unsichtbar” zu werden. Sie befürchten das Identifizieren ihres Fingerprints, also des digitalen Fingerabdrucks, der sich über das Nutzerverhalten auslesen lässt. Doch das Wechseln des Browsers bringt nichts, wie Forscher der Pennsylvania-Universität Lehigh herausfanden. Wenn der Rechner denselben Server ansteuert, wie es von einem Standort aus üblich ist, kann dieser Server den Fingerprint einer bestimmten Person stets unabhängig vom Browser identifizieren. Die betreffenden Daten für die Identifizierung eines Fingerprints sind Information zu installierten Plugins, verfügbare Schriften, ausgewählte Sprachen, das Surf- und Schreibverhalten sowie Eigenschaften der PC-Hardware wie die Cursor- und Tastengeschwindigkeit.

Die Forscher identifizierten Nutzer mit einer Rate von 99,24 %, auch wenn diese während einer Sitzung mehrmals den Browser wechselten. Fingerprinting ist per se nichts Schlechtes. Banken können damit beispielsweise unbefugte Zugriffe beim Online-Banking ausfiltern. Dennoch beschleicht die meisten Nutzer Unbehagen, denn sie fühlen sich in ihrer Privatsphäre durchleuchtet. Doch der Browser hat mit diesem Vorgang nichts zu tun. Einzig der Tor-Browser mit seiner Verschlüsselungssoftware, der aber langsam ist, böte einen wirksamen Schutz gegen Fingerprinting.