Der erste Eindruck ist nicht nur bei einer persönlichen Begegnung, sondern auch in sozialen Medien entscheidend. Facebook, Twitter, Instagram, Pinterest und andere Social-Media Kanäle können Ihnen dabei helfen, Reichweite aufzubauen und ein positives Image zu etablieren. In der Praxis lauern jedoch viele Fallstricke und manchmal genügt bereits ein einziges falsches Wort, um einen Shitstorm auszulösen.

Die richtige Social-Media Strategie finden

Social Media Marketing erscheint auf den ersten Blick verlockend einfach. In den meisten sozialen Netzwerken benötigen Sie lediglich wenige Minuten, um einen Account zu registrieren und zu starten. Dennoch lohnt es sich, wenn Sie sich vorab ein wenig Zeit nehmen, um eine Strategie festzulegen und einen Redaktionsplan aufzustellen.

Bei der Strategie-Entwicklung sollten Sie sich zunächst einige grundlegende Fragen stellen:

– Was möchten Sie mit Ihrem Social-Media-Auftritt erreichen?
– Wer ist Ihre Zielgruppe?
– Wie sieht die professionelle Identität aus, die Sie präsentieren möchten?

Diese drei Fragen sind eng miteinander verknüpft. Sie entscheiden darüber hinaus nicht nur, was Sie posten, sondern auch wo Sie posten. Nicht jede soziale Plattform ist für jeden Zweck optimal. Insbesondere am Anfang ist es sinnvoll, wenn Sie sich auf die Netzwerke beschränken, die Sie Ihrer Zielgruppe näher bringen.

Aus Ihren Antworten auf die obigen Fragen leiten sich selbst Kleinigkeiten ab. Duzen oder siezen Sie Ihre Follower? Posten Sie viele Bilder oder überwiegend Text? Welche Inhalte möchten Sie veröffentlichen? Antworten Sie auf jeden Kommentar?

Redaktionspläne aufstellen und effizient nutzen

Ein Redaktionsplan kann von einer Einzelperson, aber auch von einer Gruppe genutzt werden. Er dient dazu, alle Online-Aktivitäten zu planen und übersichtlich zu verwalten. Sie können entweder einen speziellen Social-Media-Plan aufstellen oder einen Gesamtplan, in dem auch Blogartikel, geplante Website-Aktualisierungen und andere Online-Aktivitäten aufgeführt sind.

Zu einem guten Redaktionsplan gehören folgende Angaben:Passender Social-Media Content als Erfolgsfaktor

– Was ist der Content (z. B. Tweet, Facebookpost, Instagram-Bild, …)?
– Wann soll der Content veröffentlicht werden?
– Auf welchem Kanal soll der Content veröffentlicht werden?
– Wer ist dafür verantwortlich?

Oft empfiehlt es sich, außerdem einen Zeitraum festzulegen, in dem Sie mit Sicherheit auf eventuelle Reaktionen antworten können. Wenn Sie am Freitagabend ein innovatives Produkt vorstellen und über das Wochenende nicht auf Fragen, Lob und Kritik reagieren, verschenken Sie ein großes Potenzial.

Social Media kann sich schnell zu einem schwarzen Loch entwickeln und mehr Zeit beanspruchen, als Sie zur Verfügung haben. Deshalb sollten Sie klare Grenzen ziehen und ein eigenes Zeitbudget für soziale Online-Aktivitäten einplanen.

Kontinuierlich guten Content liefern

Kontinuität ist einer der wichtigsten Faktoren für den Social-Media-Erfolg. Den wenigsten Unternehmen und Selbstständigen ist ein senkrechter Start gegönnt. In der Regel erweitern Sie Ihr Publikum Schritt für Schritt. Insbesondere am Anfang ist es deshalb sehr wichtig, dass Sie nicht den Mut verlieren.

Der Motivationsverlust führt oft zu einem Teufelskreis. Die Postings werden lustloser, die Inhalte trockener, viele Themen wiederholen sich und am Ende verstummt der Social-Media-Kanal oft vollständig, weil die Resonanz ausbleibt. Ohne neuen Input warten Sie jedoch in der Regel vergeblich auf Reaktionen – und schon stecken Sie womöglich in einer Abwärtsspirale.

Zum Glück haben Sie auch die Chance, diese Spirale umzukehren. Konzentrieren Sie sich auf Ihre Kernkompetenzen und finden Sie die Schnittmenge zwischen dem, was Ihnen als Unternehmer wichtig ist, und dem, was Ihr Publikum gern liest, teilt und positiv bewertet.

Mit Kritik richtig umgehen

Soziale Netzwerke sind keine Einbahnstraße – doch nicht jede Interaktion verläuft positiv. Schwerwiegende Kritik an Ihren Produkten, Dienstleistungen und sogar an Ihnen als Person können ein negatives Licht auf Ihre Angebote werfen. Selbst einem Social-Media-Profis fällt es manchmal schwer, bei wiederholten persönlichen Angriffen dBesonders auf Social-Media Kanälen ist es wichtig, souverän und sachlich mit Kritik umzugehenie Ruhe zu bewahren.

In vielen Fällen ist es strategisch sinnvoll, für das subjektive Empfinden eines enttäuschten Kunden Verständnis zu zeigen. Das gilt auch dann, wenn Sie fachlich die Kritikpunkte nicht teilen können. Auf öffentliche Reklamationen reagieren viele erfolgreiche Unternehmen, indem sie ihr Bedauern über die Unzufriedenheit ausdrücken und im selben Atemzug anbieten, per E-Mail in Kontakt zu treten, um das Problem individuell lösen zu können. Auch in anderen Zusammenhängen kann diese Ja-Aber-Technik hilfreich sein. In einer festgefahrenen Situation, die sich nur noch im Kreis dreht, ist es manchmal jedoch sinnvoll, die Konversation nicht fortzusetzen.

Bemühen Sie sich im ersten Schritt den Kritiker zu verstehen und antworten Sie erst dann. Im Zweifelsfall dürfen Sie auch nachfragen. Hinter pauschalen Abwertungen steckt manchmal einfach nur eine Person, die eine ganz bestimmte Vorstellung hatte und darin enttäuscht wurde.

Bei öffentlichen Interaktionen in sozialen Netzwerken müssen Sie immer daran denken, dass auch andere Menschen mitlesen. Diese können in der Regel nicht überprüfen, ob der Kritiker im Recht ist oder nicht. Ihr stummes Publikum wird jedoch sehr wohl merken, ob Sie zurückpöbeln oder konstruktiv auf die Kritik eingehen.