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Google Analytics dient als webbasiertes und kostenloses Tool der Google Inc. den Analysen von Webseiten. Jeder Webmaster kann für die eigene Webseite wichtige Kennzahlen abrufen und daraus Schlüsse für Verbesserungsmaßnahmen ziehen. Auch fremde Webseiten lassen sich analysieren. SEO-Experten, die professionell mit der Suchmaschinenoptimierung befasst sind, nutzen Google Analytics regelmäßig. Für Marketing-Kampagnen stellt das Tool ein effizientes Tracking bereit, auch A/B-Tests sind möglich.

 

Da das Tool aus dem Hause Google kommt und sehr leistungsfähig ist, wird es von allen vergleichbaren Werkzeugen am häufigsten genutzt. Eingeführt wurde es 2005, die erste Vorgängersoftware resultiert schon aus dem Jahr 1995. Der eigentliche Entwickler war das Unternehmen Urchin, das Google 2005 übernahm. Anschließend passten die Google-Experten das Analysesystem an ihre Suchmaschine an. Google Analytics ist mit Google AdWords verknüpft und dient daher maßgeblich der Verbesserung von AdWords-Kampagnen. Seit 2005 hat Google das Tool immer weiter verbessert, mit „Universal Analytics“ aus dem Jahr 2013 ist inzwischen geräteübergreifendes Tracking möglich. Google-Analytics gibt es in 31 Sprachen.

 

Die Funktionen und Einsatzmöglichkeiten von Google Analytics

Google Analytics: Funktionen und MöglichkeitenEs gibt verschiedenste Funktionen bei GA (Google Analytics), als sehr effizient gelten die Berichte. Das Tool erstellt automatisch individuelle Berichte zum Tracking und versendet sie in regelmäßigen Abständen an die hinterlegte Mail-Adresse. Der Webmaster kann damit seine Key Performance Indicators (KPI) kontrollieren. Das sind Schlüsselkennzahlen für seine Webseite. Die Berichtfunktion „Alerts“ ist in manchen Bereichen – etwa für Online-Shops – noch bedeutsamer, denn sie benachrichtigt den Webmaster bei signifikanten Veränderungen wie den Besucherzahlen oder den Conversions. Die Ansichten der Berichte lassen sich in verschiedene Formate exportieren, darunter Excel und PDF. Webentwickler verwenden eine Schnittstelle, um die Google Analytics Daten in ihrer eigenen Software zu verarbeiten.

 

Google Analytics bietet fünf Grundfunktionen:

  • Echtzeit: Unter diesem Punkt werden relevante Daten in Echtzeit abgerufen. Aktuelle Besucherzahlen, die Herkunft der Besucher und Conversions sind live zu betrachten. Für aktuelle Marketingkampagnen ist diese Funktion sehr bedeutsam.
  • Zielgruppe: Der Menüpunkt liefert Metriken zur Besucherherkunft, zum Nutzerverhalten und zu verwendeten Betriebssystemen. Die Analyse ergibt unter anderem, wie oft mobil oder stationär auf die Webseite zugegriffen wird. Das Feature „Seitenfluss“ bildet sogar die User-Bewegungen innerhalb der Website ab, was Schlüsse auf den Page Value (Seitenwert) einzelner Unterseiten zulässt.
  • Akquisition subsumiert wichtige Kennzahlen zu allen Besucherquellen, etwa das Auffinden der Website über die SERPs (Search Engine Result Pages – Suchergebnisse der organischen Suche) oder über Anzeigen. Bei der Verknüpfung von Analytics und AdWords fließen selbstverständlich die Daten des Adwords-Kontos mit ein. Es gibt auch einen Unterpunkt „Suchmaschinenoptimierung“, der Daten der Google Webmastertools einbezieht.
  • Verhalten: Für Online-Shops ist dieser Punkt sehr wesentlich. Es ist zu analysieren, an welchem Punkt ein Besucher die Webseite verlässt und wo er verweilt. Gründe für Kaufabbrüche lassen sich auf diese Weise hervorragend identifizieren.
  • Conversions: Bei aktiviertem E-Commerce-Tracking liefert dieser Punkt relevante Umsatzdaten. Shopbetreiber sehen, wo ihre Kunden konvertiert sind.

Google Analytics lässt Auswertungen und ein A/B-Testing zweier unterschiedlicher Seiten zu, was vor einem Relaunch bedeutsam ist. Der Nutzen für SEO und Marketing ist sehr hoch, denn diese Bereiche leben von zuverlässigem Monitoring.

 

Wie funktioniert Google Analytics?

Google Analytics wird genutzt, indem ein Webmaster Google Analytics: Google Kontodas eigene Google-Konto damit verbindet. Anschließend werden im GA-Konto unter anderem Remarketing-Kategorien angelegt, die sich über Google AdWords aussteuern lassen. SEOs verknüpfen ihre Webmastertools mit Google Analytics. Auch Social Websites lassen sich per GA-Einstellung hinterlegen, sodass der Webmaster feststellt, aus welchen sozialen Netzwerken sein Traffic kommt. Durch das Herstellen dieser Verknüpfungen beginnt GA mit der Analyse der angegebenen Webseite(n) und liefert ab sofort das bestellte, terminierte Reporting.

 

Rechtliche Aspekte bei Google Analytics

GA sammelt Daten von Webseitenbesuchern, anders könnte das Tool nicht funktionieren. Das ruft natürlich Datenschützer in Deutschland und anderswo auf den Plan. In den vergangenen Jahren gab es einige juristische Scharmützel, die ab 2011 zu folgender Einigung mit hiesigen Datenschützern führte:

  • Nutzer von Google Analytics müssen einen gesonderten Vertrag mit Google abschließen.
  • Es ist nur ein Trackingcode mit dem Parameter „_anonymizeIp()“ zulässig. IP-Adressen werden damit anonymisiert übertragen.
  • Die Datenschutzerklärungen einer Website müssen explizit darauf verweisen, dass Google Analytics verwendet wird.
  • Wer einen bestehenden Account für die GA-Verwendung umrüstet, muss hierfür alle Altdaten löschen, was in der Regel mit der Abmeldung des Accounts einhergeht.