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E-Mail Marketing – Kunden erreichen, rechtliche Fallstricke vermeiden

Unter E-Mail Marketing versteht man den Versand von E-Mails an Interessenten und Kunden von Unternehmen. Einen besonderen Stellenwert nimmt dabei der Newsletter als elektronische Post mit aktuellen Neuigkeiten und Produktangeboten ein. Der Versand von Newslettern erfolgt im Rahmen von E-Mail Marketing Kampagnen, deren Erfolg anhand von Faktoren wie der Öffnungsrate ausgewertet wird.

Mails verkaufen: So funktioniert E-Mail Marketing

Das E-Mail Marketing wird dem Direktmarketing zugeordnet und ermöglicht eine kostengünstige Ansprache von Kundengruppen über Werbekampagnen, die elektronisch als E-Mails verschickt werden. Diese E-Mails werden aufwendig gestaltet und mithilfe von spezieller Software oder über einen externen Anbieter für E-Mail Kampagnen versendet. Heute können Unternehmen ihre Newsletter in großen Mengen an Tausende Abonnenten kostengünstig ausliefern. Damit lassen sich E-Mail Marketing Kampagnen mit einem besonders geringen Kostenaufwand realisieren.

Opt-In & Co.: Rechtliche Rahmenbedingungen für das E-Mail Marketing

Der Versand von werbenden E-Mails unterliegt in Deutschland und weiteren Ländern rechtlichen Beschränkungen. In Deutschland regeln gleich mehrere Vorschriften wie das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) oder das Telemediengesetz (TMG) die Gestaltung und den Versand von Newslettern. Die wichtigste Grundvoraussetzung für Werbung als E-Mail ist hierbei die Zustimmung des Empfängers: Mit dem Opt-In-Verfahren erteilt der Verbraucher ausdrücklich seine Einwilligung zum Erhalt von werbenden E-Mails. Der Empfänger trägt sich dabei selbstständig für einen Newsletter ein und setzt ein spezielles Häkchen in einem Formular. Damit stimmt er dem Versand zu. Dieses Verfahren heißt Opt-In. Trägt sich der Empfänger wiederum aus, weil er keine E-Mails mehr erhalten möchte, spricht man von Opt-Out. Beim verbreiteten Double-Opt-In-Verfahren erhält der Interessent, der sich für einen Newsletter registriert hat, eine zusätzliche Bestätigung als E-Mail. Darin ist ein Bestätigungslink enthalten. Erst nach Aktivierung dieses Links wird das Newsletter-Abo aktiv. Außerdem müssen werbende E-Mails eine Reihe von Pflichtangaben wie die Handelsregisternummer oder die Rechtsform des werbenden Unternehmens enthalten. Bei Verstößen gegen diese rechtlichen Vorschriften drohen Abmahnungen und Strafen.  

Erfolgreich E-Mails versenden: Gestaltung von Newslettern

E-Mail Marketing Kampagnen werden in der Regel zum Zweck der Verkaufsförderung eingesetzt. So lassen sich per E-Mail neue Produkte in einem Webshop bewerben oder Rabatte auf das Sortiment an die Kunden kommunizieren. Da viele Verbraucher eine hohe Anzahl an Newslettern erhalten, sollte dabei schon die Betreffzeile der E-Mail knackig formuliert sein, um Aufmerksamkeit zu generieren. Professionelle E-Mails werden im Corporate Design des Unternehmens gestaltet und enthalten eine persönliche Kundenansprache mit Namensnennung.  

E-Mail Marketing ist transparent: Kennzahlen auswerten

Ein wesentlicher Vorteil des E-Mail Marketings ist die einfache Auswertung der Kampagnen anhand von Kennzahlen wie der Öffnungs- und Klickrate. Dabei lässt sich dokumentieren, wie viele Empfänger den Newsletter geöffnet und wie viele von ihnen tatsächlich auf einen Link zum beworbenen Angebot geklickt haben. Auch Fehler, wenn beispielsweise die E-Mail nicht zustellbar ist, werden dokumentiert. Damit lassen sich E-Mail Marketing Kampagnen sehr gut auswerten.