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1. Executive Summary (Zusammenfassung)
Im Executive Summary fasst du auf maximal zwei Seiten die zentralen Aspekte deines Vorhabens zusammen. Obwohl du es zum Schluss verfasst, wird es ganz vorne im Businessplan platziert, direkt vor dem ersten Kapitel.
Du solltest darin diese fünf Themen kurz anreißen:
- Idee / Produkt
- Marktumfeld
- Ziele & Strategie
- Finanzplanung
- Chancen & Risiken
Damit erhält der Leser sofort einen kompakten Überblick und entscheidet, ob er überhaupt weiterliest.
Beispielstruktur:
- Einleitung – kurze Beschreibung des Vorhabens
- Marktbeschreibung & Zielgruppe
- Das Alleinstellungsmerkmal (USP)
- Finanzielle Eckdaten
- Chancen & Risiken, Ausblick
2. Gründerperson
In diesem Kapitel präsentierst du dich bzw. deine Gründer mit Fokus auf Qualifikation, Erfahrung und Positionierung. Du zeigst, dass du geeignet bist, dein Vorhaben zum Erfolg zu führen.
Wichtige Punkte:
- Name(n) und persönliche Daten
- Berufserfahrung und Expertise
- Branchenspezifisches Wissen
- Kaufmännische Kenntnisse
- Stärken und Schwächen
- Geplante Weiterbildungen oder Schulungen
Am besten ergänzend mit einem kurzen Textblock, in dem du erklärst, wie du bestehende Schwächen “wegtrainieren” willst und wie deine Stärken das Geschäftsmodell stützen.
3. Unternehmen
Dieses Kapitel gibt den organisatorischen Rahmen: Gründungsdetails, Gesellschafter, rechtliche Aspekte.
| Merkmale | Information / Details |
|---|---|
| Firmenname | Dein Unternehmensname |
| Sitz / Adresse | Stadt, Straße, Standort |
| Geplantes Gründungsdatum | Datum oder Zeitraum |
| Gesellschafter / Geschäftsführung | Namen, Rollen, Beteiligungen |
| Entwicklungsphase | Idee, Konzept, Vorgründung, Markteintritt |
| Rechte / Lizenzen / Verträge | Patente, Exklusivrechte, Kooperationsverträge |
Nutze unter den Tabellen einige erklärende Sätze, z. B.: “Im obigen Überblick siehst du kompakt die wichtigsten Daten deines Unternehmens." In den folgenden Unterkapiteln kannst du dann auf Details wie Verträge oder Rechte genauer eingehen.
4. Rechtsform
Die Wahl der Rechtsform hat große Bedeutung – sowohl rechtlich als auch wirtschaftlich. Du solltest begründen, warum du dich für diese Form entschieden hast und wie die Verteilung der Anteile ist.
Thematische Gliederung:
- Gewählte Rechtsform (z. B. GmbH, UG, Einzelunternehmen, AG etc.)
- Gründe für diese Wahl (Haftung, Kapitalbedarf, Besteuerung etc.)
- Gesellschafterstruktur und Beteiligungsverhältnisse
- Verteilung der Gesellschaftsanteile
Ein kurzer erläuternder Text kann darauf folgen, warum beispielsweise eine GmbH sinnvoll ist, wenn du Haftungsbegrenzung willst, oder warum eine UG zuerst attraktiv sein kann.
5. Geschäftsidee
Dieses Kapitel ist eines der zentralen – hier erklärst du, was du anbietest, für wen, und warum es niemand zuvor in dieser Form getan hat.
Wichtige Unterpunkte:
- Geschäftszweck
- Produkt oder Dienstleistung: genaue Beschreibung
- Abgrenzung von Konkurrenz (USP)
- Mehrwert für Kunden
- Unternehmensziele (kurz- und langfristig)
- Aktueller Entwicklungsstand
- Voraussetzungen vor Markteintritt
- Notwendige Genehmigungen / Formalitäten
- Produktions- oder Leistungsort
Peppe dieses Kapitel mit einem erläuternden Fließtext auf, in dem du erklärst, wie du den Mehrwert herausarbeitest und konkurrentenfrei bleiben willst.
6. Kunden
In diesem Kapitel beschreibst du deine Zielgruppen, ihre Bedürfnisse und das Umsatzpotenzial.
Beispielhafte Segmentierung der Zielgruppe:
| Segment | Merkmale (Alter, Einkommen, etc.) | Bedürfnisse / Interessen | Umsatzpotenzial |
|---|---|---|---|
| Segment A | z. B. 25 - 40 Jahre, mittleres Einkommen | Bequemlichkeit, Qualität | Hoch (Wiederkäufer) |
| Segment B | z. B. 45 - 65 Jahre, höheres Einkommen | Sicherheit, Vertrauen | Mittel |
| Segment C | Unternehmen / B2B | Effizienz, Kostenersparnis | Variabel |
Ein erklärender Absatz kann benennen, wie du diese Segmente erreichst und warum du sie gewählt hast.
7. Konkurrenten
Der Wettbewerbsanalyse kommt große Bedeutung zu: Du musst zeigen, dass du marktfähig bist und wie du dich abgrenzt.
Wesentliche Inhalte:
- Wer sind die Konkurrenten?
- Produkt- / Dienstleistungsumfang und Preise
- Stärken und Schwächen der Konkurrenten
- Deine Stärken und Schwächen im Vergleich
- Strategien zur Minimierung eigener Schwächen
- Überlegungen zu Produktentwicklungen bei Mitbewerbern
- Aktuelle Marktanteile
Zusätzlich empfiehlt sich eine Wettbewerbsvergleichstabelle:
| Konkurrenzunternehmen | Angebot / Produkte | Preisniveau | Besonderheiten / Vorteile | Schwächen / Risiken |
|---|---|---|---|---|
| Mitbewerber 1 | Produkt A, Dienstleistung X | mittel bis hoch | etabliert, gute Marke | geringer Innovationsgrad |
| Mitbewerber 2 | Produkt B, ergänzende Services | niedrig bis mittel | günstiger Preis, breites Angebot | Qualität, Serviceprobleme |
| Dein Unternehmen | Dein Angebot mit USP | geplant mittel bis hoch | Alleinstellungsmerkmal, spezialisierte Lösung | geringe Bekanntheit, Startphase |
Durch diese Gegenüberstellung zeigst du deutlich, in welchen Bereichen du dich positionieren willst.
8. Standort
Der Standort kann über Erfolg oder Misserfolg mitentscheiden – hier beschreibst du Standortbedingungen, Vorteile und Nachteile.
Zu behandelnde Themen:
- Beschreibung des Standortes (Infrastruktur, Verkehrsanbindung etc.)
- Kaufkraft, Passantenfrequenz, lokale Besonderheiten
- Gründe für Deine Standortwahl
- Räumlichkeiten: Größe, Aufteilung, Mietkosten, Fotos / Grundriss
- Vorteile des Standortes
- Nachteile und mögliche Kompensationsmaßnahmen
Ein paar erläuternde Sätze können darauf eingehen, wie du Nachteile (z. B. schlechte Anbindung) durch besondere Angebote oder Marketing ausgleichst.
9. Angebot
In diesem Kapitel erläuterst du, welchen Nutzen dein Angebot für den Kunden hat, und wie du dich vom Wettbewerb abhebst.
Wichtige Punkte die du beachten solltest:
- Welcher konkrete Nutzen entsteht für den Kunden
- Differenzierung gegenüber der Konkurrenz
- Funktionalitäten, Eigenschaften oder Services, die dein Angebot einzigartig machen
Ein begleitender Text könnte zeigen, wie du diesen Nutzen überzeugend kommunizierst und in der Praxis sicherstellst.
10. Vertrieb
Hier planst du, wie dein Angebot zum Kunden gelangt – über welche Kanäle, in welchen Mengen und zu welchen Kosten.
Themen:
- Absatzmengen und Umsatzziele
- Geografische Zielgebiete
- Vertriebspartner oder Vertriebswege (z. B. Direktvertrieb, Online, Großhandel)
- Vertriebskosten (Transport, Provision, Logistik etc.)
Ein erläuternder Absatz kann zeigen, wie du Skalierung möglich machst und Vertriebskanäle absicherst.
11. Werbung
Damit deine Zielgruppe überhaupt auf dich aufmerksam wird, musst du Werbung und Marketing gezielt planen.
Behandle:
- Welche Werbemaßnahmen eingesetzt werden (online, offline, PR, Social Media etc.)
- Zeitliche Planung / Meilensteine
- Kostenplan für Werbung
- Wirkung und Controlling der Werbemaßnahmen
Ein kurzer Text ergänzt, wie du konsistente Markenbotschaften entwickelst und wie du den Erfolg misst (z. B. über KPIs).
12. Preisgestaltung
Die Preisermittlung ist entscheidend für Wettbewerbsfähigkeit und Rentabilität.
Elemente des Preis-Kapitels:
- Preisstrategie (z. B. Premiumpreis, Penetration, Kostenorientierung etc.)
- Nennung konkreter Preise für Produkte oder Dienstleistungen
- Erklärung der Kalkulation hinter den Preisen
- Rabatt- oder Staffelpreise
Ergänzend solltest du im Fließtext erläutern, wie du Kosten, Marge und Kundenwahrnehmung in Einklang bringst.
13. Mitarbeiter
Die Leistung eines Unternehmens hängt maßgeblich von qualifizierten Mitarbeitenden ab.
Wichtige Punkte:
- Anzahl der einzustellenden Mitarbeiter
- Qualifikation und Erfahrung der Mitarbeiter
- Zeitpunkt der Einstellung
- Weiterbildungen und Schulungen
- Stärken & Schwächen des Personals
- Maßnahmen zum Abbau von Schwächen
Ein erklärender Text kann zeigen, wie du Personalentwicklung und Unternehmenskultur gestalten willst.
14. Organisation
Organisation beschreibt, wie dein Unternehmen strukturiert ist – wer wofür verantwortlich ist.
Zu beschreiben:
- Organisationsform (funktional, divisional, Matrix, etc.)
- Zuständigkeiten und Aufgabenzuweisung
- Organigramm
Füge idealerweise ein grafisches Organigramm ein (als Anlage oder Bild) und erläutere im Text, wie Entscheidungswege klar und effizient gestaltet sind.
15. Finanzplan
Der Finanzplan ist ein Kernstück deines Businessplans: Er zeigt, wie viel Kapital du brauchst und wie du damit wirtschaften willst.
Tabellarischer Überblick:
| Posten | Betrag (in €) | Erläuterung / Bemerkung |
|---|---|---|
| Anschaffungen (Maschinen, IT, etc.) | … | Einmalige Investition vor Start |
| Vorlaufkosten (Miete, Marketing etc.) | … | Kosten vor dem Umsatzbeginn |
| Liquiditätsreserve | … | Sicherheitsreserve für Engpässe |
| Eigenkapitalanteil | … | Eigene Mittel, die Du einbringst |
| Fremdkapitalbedarf | … | Darlehen, Kredite, Beteiligungen etc. |
| Leasing / Finanzierungskosten | … pro Periode | Zins- und Tilgungszahlungen |
| Gesamtkapitalbedarf (bis 6 Monate) | … | Summe der erforderlichen Mittel |
Im begleitenden Text erläuterst du, wie du zu den Beträgen gekommen bist die du angegeben hast, welche Annahmen du zugrunde legst und wie sicher deine Schätzungen sind.
16. Liquiditätsplan / Ertragsvorschau
Hier rechnest du monatlich und jährlich, wie Einnahmen und Ausgaben sich entwickeln, und prüfst die Liquidität und Rentabilität.
Typische Kennzahlen und Inhalte:
- Geschätzte Einzahlungen pro Monat
- Geschätzte Auszahlungen / Kosten pro Monat
- Investitionskosten für 12 Monate
- Kapitaldienst (Zinsen und Tilgung)
- Geplante Liquiditätsreserve
- Rentabilitätsrechnung
- Umsatz / Kosten / Gewinn für die nächsten 3 Jahre
Du kannst zusätzlich eine monatsbezogene Liquiditätsvorschautabelle erstellen (z. B. 12 Monate). Der Text sollte erklären, wie eng du Puffer einplanst und wann Engpässe denkbar sind.
17. Chancen und Risiken (SWOT-Analyse)
In diesem Kapitel analysierst du systematisch, was deinem Vorhaben helfen kann und was es gefährdet.
Beispielstruktur:
- Drei wichtigste Chancen / Wachstumsfaktoren
- Drei größte Risiken / Hindernisse
- Maßnahmen zur Vermeidung oder Abschwächung der Risiken
- Strategien zur Nutzung der Chancen
Eine sinnvolle Ergänzung ist eine SWOT-Tabelle:
| Kategorie | Interne Faktoren | Externe Faktoren |
|---|---|---|
| Stärken (Strengths) | Know-How, Alleinstellungsmerkmal, Netzwerke | Markttrend positiv, geringe Konkurrenz |
| Schwächen (Weaknesses) | Unbekanntheit, begrenzte Ressourcen | Regulierung, Marktvolatilität |
| Chancen (Opportunities) | Nachfragewachstum, Partnerschaften | Technische Innovation, neue Märkte |
| Risiken (Threats) | Kostensteigerung, Personalmangel | Konkurrenzdruck, gestzliche Änderungen |
Der begleitende Text sollte erläutern, wie du Risiken planst zu steuern und Chancen zu nutzen.
18. Unterlagen / Anlagen
Im letzten Kapitel fasst du alle relevanten Belege und Zusatzmaterialien zusammen, die die Inhalte des Plans stützen:
- Tabellarischer Lebenslauf(n) der Gründer
- Vertragsentwürfe (Gesellschafter-, Pacht-, Leasing-, Kooperationsverträge)
- Gegebenenfalls Gutachten, technische Dokumente, Schutzrechte
- Nachweise über Sicherheiten
- Marketingunterlagen, Zertifikate, Referenzen
Ein kurzer Abschlusstext kann erklären, dass diese Anlagen deine Seriosität untermauern und dem Leser Details zur Verifikation bieten.
Fazit: Dein Masterplan vom Konzept zur Kapitalzusage
Ein Businessplan ist weit mehr als nur ein Dokument – er ist dein strategischer Bauplan für die erfolgreiche Unternehmensgründung. Von der Geschäftsidee bis zur Finanzplanung bietet er eine klare Struktur, mit der du nicht nur Deine eigenen Gedanken ordnest, sondern auch Investoren und Banken überzeugst. Wer professionell, realistisch und fundiert plant, schafft die beste Grundlage für nachhaltigen Erfolg. Kurz gesagt: Wer gründet, braucht Klarheit – und die liefert der Businessplan.
FAQ rund ums Thema Businessplan
Was ist ein Businessplan genau?
Ein Businessplan ist ein strukturiertes Dokument, das deine Geschäftsidee, die Umsetzung, die Markt- und Wettbewerbsanalyse sowie die finanzielle Planung beschreibt. Er dient zur internen Orientierung und als Grundlage für Gespräche mit Geldgebern.
Muss ich den Plan selbst schreiben oder kann ich Hilfe holen?
Du kannst dir Hilfe holen – z. B. durch Gründerberatungen, IHK, Steuerberater oder Tools. Trotzdem solltest du den Plan inhaltlich vollständig verstehen, denn du wirst ihn präsentieren und Fragen beantworten müssen.
Wie oft sollte ich meinen Businessplan aktualisieren?
Mindestens einmal jährlich oder bei wesentlichen Änderungen (z. B. neuer Markt, neue Produkte, Finanzierungsrunde). Ein Businessplan ist kein statisches Dokument, sondern ein lebendiges Steuerungsinstrument.
Brauche ich immer eine SWOT-Analyse?
Nicht zwingend – aber sie ist sehr empfehlenswert. Die SWOT-Analyse hilft dir, realistisch zu planen, Chancen zu erkennen und Risiken bewusst zu steuern.
Kann ich auch ohne Businessplan gründen?
Theoretisch ja – praktisch ist es riskant. Ohne Plan fehlen dir oft Überblick, Struktur und die Chance, Investoren oder Banken zu überzeugen. Kurz: Ein guter Plan kann also den Unterschied zwischen Erfolg und Scheitern machen.
