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Sie sind bei der Planung Ihrer eigenen vier Wände beim Dach angekommen? Oder sind Sie bereits stolzer Besitzer eines Hauses, dessen Dach Ihnen nicht mehr gefällt? Hier finden Sie viele interessante Informationen rund um das Dach und die Möglichkeiten, es attraktiv zu gestalten.

 

Eine schöne Dacheindeckung macht das Haus perfekt

Das Dach bildet den oberen Abschluss eines Hauses und hat dadurch vor allem die Funktion, die Räume vor Regen zu schützen. Heutzutage spielt das Dach jedoch auch bei der Reduzierung der Energiekosten eine wichtige Rolle. Mit einer guten Isolierung hält es die Wärme im Gebäude. Das wurde früher oft vernachlässigt, deshalb statten viele Besitzer von älteren Häusern ihre Dächer inzwischen nachträglich mit isolierenden Materialien aus. Ein Dach hat aber auch einen großen Einfluss auf die Gesamtoptik des Hauses, denn mit einer schönen Dacheindeckung machen Sie Ihr neues Zuhause perfekt.

Häuser und Geschmäcker sind ja Dach und Dachdeckerbekanntlich sehr verschieden, deshalb finden sich im Handel inzwischen Dacheindeckungen in den unterschiedlichsten Ausführungen. Die beliebtesten Materialien sind Ziegel aus gebranntem Ton, Schieferplatten, Dachsteine aus Beton und Dacheindeckungen aus Metallen wie Kupfer oder Zink. Darüber hinaus gibt es besondere Dachziegel für Flachdächer. Alle Varianten werden in zahlreichen Formen und Farben hergestellt, sodass Sie viel Spielraum bei der Gestaltung Ihres Dachs haben.

 

Sicherlich sind aber auch die Kosten für Sie interessant, deshalb hier ein kleiner Überblick, mit welchen Ausgaben Sie pro Quadratmeter Dachfläche zu rechnen haben:

  • Betondachsteine: ca. 18 bis 20 Euro
  • Dachziegel aus Ton: ca. 25 bis 50 Euro
  • Schieferplatten: ca. 80 bis 90 Euro
  • Dacheindeckung aus Kupfer: ca. 80 bis 90 Euro
  • Dachziegel für ein Flachdach: ca. 20 bis 25 Euro

In den Preisen sind die Kosten für die Verlegung durch einen Dachdecker bereits enthalten. Er verdient je nach Region und abhängig von seiner Berufserfahrung zwischen 2.000 und 3.000 Euro brutto im Monat. Ein Dachdecker behebt auch Dachschäden, die häufig durch Stürme oder Hagelschauer verursacht werden. Dann sind zerbrochene Dachziegel zu ersetzen oder die Isolierung muss wieder instandgesetzt werden. Die Kosten solch einer Dachreparatur werden jedoch in der Regel von der Versicherung übernommen. Zuständig für Dachschäden an Wohnhäusern ist die Gebäudeversicherung, die auch für Schäden bei einem Rohrbruch oder einem Feuer aufkommt. Einen Dachdecker, der Ihr Dach repariert, finden Sie auf unserer Plattform Marktplatz Mittelstand.

 

Der Dachboden – mit einem Dachfenster ein zusätzliches Zimmer

Mit einem oder mehreren Dachfenstern Dach: Dachfenster für helle Räumekönnen Sie den Raum direkt unter dem Dach nutzen und ihn beispielsweise in ein zusätzliches Kinderzimmer, einen Hobbyraum oder ein Arbeitszimmer umwandeln. Auch Dachfenster bekommen Sie inzwischen in den unterschiedlichsten Ausführungen. Grundsätzlich lassen sich all diese Fenster jedoch in zwei Gruppen unterteilen. Liegende Dachfenster werden in die Dachfläche eingelassen und heißen deshalb auch Dachflächenfenster. Auch die kleinen Dachlukenfenster gehören zu dieser Gruppe. Sie sorgen jedoch nur für ein wenig Licht auf dem Dachboden und werden von Schornsteinfegern und Dachdeckern als Ausstieg genutzt. Stehende Dachfenster werden senkrecht in eine Gaube eingebaut. Ihre Montage ist aufwändiger und entsprechend teurer. Stehende Fenster haben aber den Vorteil, dass Sie beim Blick aus dem Fenster mehr als nur den Himmel sehen. Außerdem prasselt der Regen nicht auf die Scheiben wie bei einem Dachflächenfenster, sodass es auf dem Dachboden sehr viel ruhiger ist.

 

Das Gründach – nicht nur für Naturschützer interessant

Gründächer werden immer beliebter, denn sie sehen nicht nur gut aus, sondern haben auch viele Vorteile. Eine Begrünung schützt das Dach und macht es langlebiger, sodass eine Renovierung erst später nötig wird. Darüber hinaus sorgt sie für ein gesundes Raumklima und beeinflusst die Temperatur in den darunterliegenden Zimmern. An heißen Sommertagen verdunstet das Wasser und kühlt die Räume ab. Im Winter wirken die Pflanzen und das Substrat dagegen wie eine zusätzliche Isolierung, sodass Sie weniger heizen müssen. Gründächer haben aber natürlich auch einen positiven Einfluss auf die Umwelt. Sie werden deshalb vom Staat gefördert und auch bei der Abwassergebühr gewähren viele Gemeinden einen Nachlass. Einen Teil der Kosten bekommen Sie daher zurück, sodass sich auf lange Sicht eine Begrünung des Dachs sogar finanziell lohnen kann.

 

Extensiv und intensiv – was ist der Unterschied?

Wenn Sie die vielen Vorteile eines Gründachs überzeugen, haben Sie die Wahl zwischen einer intensiven und einer extensiven Dachbegrünung. Bei einer extensiven Dachbegrünung besteht die Bepflanzung aus kleinen Gewächsen wie Moosen, Kräutern, Gräsern und Sukkulenten. All diese Pflanzen kommen mit wenig Wasser aus oder haben die Fähigkeit, Wasser zu speichern. Sie brauchen daher so gut wie keine Pflege. Eine intensive Dachbegrünung ist dagegen schon ein kleiner Dachgarten, der mit kleineren und größeren Pflanzen bis hin zu Sträuchern und Bäumen bepflanzt wird. Er ist vor allem in der Stadt ein schöner Rückzugsort für die Freizeit, denn in einem Dachgarten können Sie zwischen den Pflanzen auch noch die tolle Aussicht genießen.