So erstellen sie das Business Canvas Model als Kurzvariante des Businessplans ganz leicht!

Der ausführliche Businessplan ist unverzichtbar. Aber Sie können zunächst eine einfachere Variante wählen, um sich über die grundlegenden Parameter Ihrer Geschäftsidee klar zu werden. Im Canvas-Model durchleuchten Sie die Geschäftsidee grafisch in allen wichtigen Punkten, sodass die wichtigsten Punkte in neun Boxen auf der weißen Leinwand (Canvas) analysiert werden.

Die Boxen im Canvas-Model enthalten:

1. Kunden: Wer sind Ihre Kunden?
  • Für welche Kunden-Arten werden Sie sich mit Ihrem Unternehmen entscheiden? Masse? Nische? Sie sollten ausreichend Gedanken aufbringen, um sich für die richtige Zielgruppe zu entscheiden.
2. Kundennutzen: Welche Probleme des Kunden können gelöst werden?
  • Sie sollten sich die Frage hierbei stellen, welchen Nutzen Sie den Kunden mit Ihrem Produkt oder Dienstleistung erbringen. Welche Lösungen können Sie herbeiführen und welcher Mehrwert kann dadurch erzielt werden? Welches Bedürfnis möchten Sie befriedigen und worin besteht Ihr Nutzenversprechen? Sollte Ihr Produkt einzigartiger, neuer, ästhetischer oder nur kostengünstiger oder bedienungsfreundlicher sein? Behalten Sie immer den Gedanken des Nutzenversprechens im Hinterkopf, sodass Sie Ihr Produkt erfolgreich etablieren können.
  • Das Leistungsversprechen einer Organisation ist die Kombination von Produkten und Dienstleistungen, die sie ihren Kunden anbietet. Diese Angebote müssen einzigartig und leicht vom Wettbewerb zu unterscheiden sein. Das Leistungsversprechen kann in zwei Kategorien unterteilt werden:
Quantitativ: Dies betont den Preis oder die Effizienz des Produkts oder der Dienstleistung.Qualitativ: Dieses Leistungsversprechen hebt die Erfahrung und die Ergebnisse hervor, die das Produkt und seine Verwendung hervorbringen.
  • Bei der Erstellung des Wertversprechens Ihres Produktes muss sich ein Unternehmer als erstes die Frage stellen, welches Problem er mit seinem angebotenen Produkt oder seiner Dienstleistung löst. Dann muss man sich überlegen, wie das Produkt, die Dienstleistung oder das Gesamterlebnis so verbessert werden kann, dass es einen größeren Wert als die Konkurrenz bietet. Schließlich muss man unbedingt den Kernwert identifizieren, den Ihr Unternehmen bietet.
3. Kanäle: Wie kommt das Produkt zum Kunden?
  • Hierbei stehen Vertriebs- und Kommunikationskanäle im Mittelpunkt. Wie in den meisten Fällen entscheidet man sich für ein Produkt im Gegenzug zu einem anderen, wenn dies erste Bekanntheit bereits erlangt hat und Vertrauen in das Produkt oder auch das Unternehmen besteht. Daher ist hierbei entscheidend wie Sie Ihr Leistungsversprechen liefern und wie Sie dieses kommunzieren können.
  • Das Medium, über das ein Unternehmen sein Leistungsversprechen an sein Kundensegment abgibt, wird als Kanal bezeichnet. Es gibt verschiedene Optionen für die Kanäle, die einer Organisation zur Verfügung stehen, und die Auswahl basiert auf dem Kanal, der am schnellsten und effizientesten ist und die geringsten Investitionen erfordert.Für einen Unternehmer besteht der erste Schritt im Umgang mit Kanälen darin, die Kundenkanäle zu identifizieren. Die Berührungspunkte mit den Kunden können je nach Unternehmensstrategie begrenzt oder vielfältig sein. Dann muss er/sie die Stärke des Kanals bewerten, indem er/sie eine SWOT-Analyse des Kanals durchführt. Schließlich kann das Unternehmen neue Kundenkanäle identifizieren und aufbauen.
4. Kundenbeziehungen: Wie läuft der Umgang mit den Kunden ab?
  • Automatisch oder persönlich? Kundenbeziehungen aufzubauen ist ein bedeutender Punkt, um Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung Beliebtheit zu verschaffen. Sie entscheiden darüber, wie Sie die Gestaltung der Kundenbeziehung innerhalb Ihres Geschäftsmodells verwirklichen. Die wichtigste Frage zur Beantwortung ist, wie Sie potentielle Kunden überzeugen und gewinnen können?
  • Eine Organisation muss die Art der Beziehung, die sie zu ihrem Kundensegment haben wird, auswählen, um finanziellen Erfolg sowie Nachhaltigkeit zu schaffen. Hierfür gibt es veschiedene Kategorisierungen:
Persönliche Assistenz: In dieser Art von Beziehung interagiert das Unternehmen mit dem Kunden direkt durch einen Mitarbeiter, der den menschlichen Kontakt herstellt, indem er den Kunden vor dem Verkauf, während des Verkaufs und sogar nach dem Verkauf unterstützt.Dedizierte Persönliche Assistenz: Diese Art von Beziehung ist durch eine sehr enge Interaktion zwischen dem Kunden und dem Unternehmen gekennzeichnet, die durch einen engagierten Vertreter gekennzeichnet ist, dem eine Reihe von Kunden zugewiesen wird. Außerdem ist er persönlich für die gesamte Erfahrung des Kunden mit dem Unternehmen verantwortlich.Selbstbedienung: Bei der Selbstbedienung wird die Verantwortung für das Kundenerlebnis auf die Werkzeuge gelegt, die das Unternehmen dem Kunden zur Verfügung stellt, um ihn selbst zu bedienen.Automatisierte Dienste: Hierbei handelt es sich um maßgeschneiderte Self-Service-Beziehungen, bei denen die historischen Präferenzen des Kunden berücksichtigt werden, um das Gesamterlebnis zu verbessern.Gemeinschaften: Im heutigen elektronischen Zeitalter ermöglicht die Schaffung von Communities von Kunden die direkte Kommunikation zwischen Unternehmen und Kunden. Dies ermöglicht ein verbessertes Kundenerlebnis, weil die Community es den Kunden ermöglicht, ihre Erfahrungen zu teilen und gemeinsame Herausforderungen und Lösungen zu finden.Co-Kreation: Der Kunde hat eine direkte Hand in der Form, wie das Produkt oder die Dienstleistung des Unternehmens aussehen wird.
  • Für einen Unternehmer ist die Priorität, die Art der Beziehung, die er/sie mit dem Kunden hat, zu identifizieren. Dann muss eine Bewertung des Wertes des Kunden in Bezug auf die Häufigkeit seiner Ausgaben für das Produkt und die Dienstleistung des Unternehmens erfolgen. Loyale Kunden sind Beziehungen, in die das Unternehmen investieren sollte, da sie über das ganze Jahr hinweg stabile Einnahmen bringen.

Finanzielles als auch wichtige Überlegungen bezüglich Ressourcen sind außerdem nicht zu vernachlässigen! Dabei spielen folgende Punkte eine wichtige Rolle:

5. Einnahmen: Welche Umsätze sind geplant?
  • Planen Sie Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung als Einmahlzahlung oder als Abonnement anzubieten? Dabei ist entscheidend ob Ihr Produkt von künftigen Zahlungen lebt oder sich durch sofortiges Geld finanzieren lässt.
  • Eine Einnahmequelle ist die Methode, die ein Unternehmen anwendet, um seine Kundensegmente zum Kauf seines Produkts oder seiner Dienstleistung zu bewegen. Eine Einnahmequelle können Sie auf folgende Weise erschaffen:
Asset Sale: Das Unternehmen verkauft das Eigentumsrecht an der Ware an den Kunden.Nutzungsgebühr: Das Unternehmen stellt dem Kunden die Nutzung seines Produkts oder seiner Dienstleistung in Rechnung.Abonnementgebühr: Das Unternehmen stellt dem Kunden die regelmäßige und beständige Nutzung seines Produkts oder seiner Dienstleistung in Rechnung.Leihen/ Leasen/ Mieten: Der Kunde zahlt, um für einen bestimmten Zeitraum exklusiven Zugang zu dem Produkt zu erhalten.Lizenzierung: Das Unternehmen stellt so die Nutzung seines geistigen Eigentums in Rechnung.Vermittlungsgebühren: Unternehmen oder Personen, die als Vermittler zwischen zwei Parteien auftreten, berechnen eine Vermittlungsgebühr für ihre Dienstleistungen.Werbung: Ein Unternehmen stellt anderen Unternehmen Gebühren für die Werbung für ihre Produkte über ihre Medien in Rechnung.Bei der Einrichtung von Umsatzströmen ist es wichtig zu erkennen, dass durch den Eliminierungsprozess ein effektiver Preis für das Produkt und/oder die Dienstleistung erzielt wird. Verschiedene Preisiterationen sollten aufgelistet und ausgewertet werden. Es ist wichtig, am Ende eine Pause einzulegen und über mögliche Wege nachzudenken, die Ihnen als Unternehmen offen stehen.6. Ressourcen: Was ist nötig, um das Produkt zu erstellen?
  • Ohne Ressourcen ist die Chance gering eine Produktion zu bewerkstelligen und eine Dienstleistung zu erbringen, da es hierbei einige unverzichtbare Ressourcen wie Produktionsstätte, Personal, Startkapital als auch Finanzmittel gibt.
  • Dies sind die Vermögenswerte der Organisation, die grundlegend dafür sind, wie sie ihren Kunden einen Mehrwert bietet. Ressourcen können in menschliche, finanzielle, physische sowie intellektuelle Ressourcen unterteilt werden. Für einen Unternehmer ist es wichtig, mit der Auflistung seiner Ressourcen zu beginnen. Dies gibt Ihnen eine klare Vorstellung davon, welches Endprodukt oder welche Dienstleistung Ihr Unternehmen für den Kunden erstellen muss und welche Ressourcen entbehrlich sind, sodass sich Kosteneinsparungen für Ihr Unternehmen realisieren lassen. Sobald die endgültige Liste der Ressourcen verfügbar ist, kann das Unternehmen entscheiden, wie viel es in diese Schlüsselressourcen investieren muss, um ein nachhaltiges Geschäft zu betreiben.
7. Aktivitäten: Wie werden die Ressourcen zum Produkt umgewandelt?
  • Für eine bestimmte Produktion und die Erbringung einer Leistung sind bestimmte Abläufe und Aktivitäten zur Umsetzung erforderlich, aber was müssen Sie täglich bewerkstelligen, um Ihr Geschäftsmodell zu betreiben? Welche Aktivitäten sind die wichtigsten Aktivitäten, sodass der Betrieb in die Wirklichkeit umzusetzen ist und kontinuierlich laufen kann?
  • Ein Unternehmer muss damit beginnen, die für sein Unternehmen relevanten Schlüsselaktivitäten aufzulisten, da diese Aktivitäten die wichtigsten Prozesse sind, die stattfinden müssen, damit das Geschäftsmodell effektiv ist. Die Schlüsselaktivitäten werden so mit den Umsatzströmen zusammenfallen. Nun ist es wichtig, die Schlüsselaktivitäten zu bewerten, indem einige hinzugefügt oder entfernt und ihre Auswirkungen bewertet werden.
8. Partner: Wen brauchen Sie, um Ihr Produkt zu erstellen?
  • Hierbei sollten Sie sich die Frage stellen, inwiefern Sie durch strategische Partnerschaften bei der Risikoverteilung und Effektivitätssteigerung Unterstützung erhalten können.
  • Um effiziente, rationelle Abläufe zu schaffen und die mit jedem Geschäftsmodell verbundenen Risiken zu reduzieren, geht ein Unternehmen Partnerschaften mit seinen hochwertigen Lieferanten ein, sowie Schlüsselpartnerschaften, welche das Netzwerk von Lieferanten und Partnern sind, die sich gegenseitig ergänzen und dem Unternehmen helfen, seinen Wertbeitrag zu leisten. Partnerschaften können wie folgt kategorisiert werden: Strategische Allianz zwischen Wettbewerbern (auch als Koopetition bekannt), Joint Ventures und Beziehungen zwischen Käufern und Lieferanten.
Ein Unternehmer muss damit beginnen, seine Schlüsselpartner zu identifizieren, sowie einer Erstellung zukünftiger Partnerschaftspläne folgen. Dies kann durch eine Bewertung der Partnerschaftsbeziehung geschehen, so können Sie beurteilen, welche Merkmale der Beziehung verbesserungsbedürftig sind und welche Art von zukünftigen Partnerschaften erforderlich sein werden.9. Ausgaben: Was kostet es, das Produkt zu erstellen?
  • Jedes Produkt sowie jedes Geschäftsmodell ist mit Ausgaben und Kosten verbunden. Behalten Sie diese im Auge und benennen Sie Ihre größte Kostenquelle, ohne die ihr Betrieb nicht funktionieren würde. Hierbei spielen Ressourcen und Aktivitäten, welche die Kosten verursachen eine große Rolle.
  • Diese definiert die Kosten für den Betrieb eines Unternehmens nach einem bestimmten Modell. Unternehmen können entweder kostenorientiert sein, d.h. sich auf die Minimierung der Investitionen in das Unternehmen konzentrieren, oder wertorientiert, d.h. sich auf die Bereitstellung eines maximalen Kundennutzens konzentrieren. Nachfolgend sind einige Merkmale üblicher Kostenstrukturen aufgeführt:
Fixkosten: Kosten, die über einen bestimmten Zeitraum gleich bleiben.Variable Kosten: Wie der Name schon sagt, variieren diese Kosten je nach Produktionsabweichung.Economies of Scale: Kosten sinken mit steigender Produktion.Economies of Scope: Durch Investitionen in Unternehmen senken Sie die Kosten, die mit dem Kernprodukt verbunden sind.Der erste Schritt für einen Unternehmer ist natürlich die Identifizierung aller mit dem Geschäft verbundenen Kosten, sowie ein realistisches Verständnis der Kosten des Unternehmens, was eines der Kennzeichen eines guten Geschäftsmodells ist. Nach der Identifizierung ist es wichtig, alle Kosten auf der Leinwand aufzulisten, damit sie visuell präsent sind, und dann Pläne für die einzelnen Kosten zu erstellen. Sie können einige Kosten durch bestimmte Maßnahmen senken, während andere steigen können, wenn Sie entscheiden, dass eine Investition in einem bestimmten Bereich zu zukünftigen Gewinnen führt.

Wie sieht so ein Canvas-Model aus?

Auf einem großen Blatt Papier zeichnen Sie die neun Boxen ein. Jetzt können Sie die Boxen mit Ihren Ideen befüllen.

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Ein Tipp: Versuchen Sie zunächst, mit Haftnotizen zu arbeiten. Sie werden schnell merken, dass Sie im Laufe des Prozesses manche Dinge noch umstellen oder anders formulieren wollen. Mit dem Canvas-Model können Sie in dreißig bis sechzig Minuten eine Grobplanung Ihres Geschäftsmodells durchführen und sich viele grundlegende Dinge klar machen.