Die Zahl der Arbeitnehmer in mittelständischen Berufen ist auf dem Höchststand, so dass sich die Jobsuche zunehmend schwerer gestaltet. So fürchten sich viele Arbeitnehmer davor, eine Krankschreibung einzureichen und die Produktivität am Arbeitsplatz damit zu gefährden. Dramatischer fällt die Sachlage aus, wenn Arbeitnehmer sich nur krankschreiben lassen, um ein paar Tage zu verschnaufen und sich von der Arbeit zu erholen. Das „Krankfeiern“ feiert in den letzten Jahren Hochkonjunktur und ruft deshalb viele Arbeitgeber auf den Plan, wirtschaftliche Interessen eines Unternehmens oder einer Firma zu schützen.

Dabei hat das Blaumachen und Krankfeiern in Deutschland Tradition. Denn nach einer aktuellen Statistik sind es zehn Prozent aller Arbeitnehmer, die hin und wieder einen Krankenschein einreichen, obwohl sie kerngesund sind. Jedoch sind es überwiegend Männer, die mit einem ärztlichen Attest einen bezahlten Urlaub anstreben. Ist man dann erst einmal krankgeschrieben, gehen die meisten Arbeitnehmer ihren persönlichen Interessen und Hobbys nach. Doch dies kann erhebliche Konsequenzen haben, denn auch Arbeitgeber können sich gegen das Fehlverhalten ihrer Angestellten schützen. So haben wir im Folgenden alles Relevante zu Krankschreibungen zusammengefasst, um Arbeitnehmer vor den Folgen des Blaumachens zu warnen.

Die Möglichkeiten des Arbeitgebers beim Verdacht von unzulässigen Krankschreibungen

Wenn Arbeitgeber den Verdacht haben, dass sich ihre Angestellten lediglich einen Krankenschein holen, um ein paar freie Tage zu haben, haben Sie das Recht den Verdachtsmoment zu überprüfen. Dabei stehen Arbeitnehmer immer häufiger Privatdetektive zur Verfügung. So gibt es beispielsweise in Frankfurt am Main Detekteien, die Arbeitgebern bei der lückenlosen Aufklärung von Sachverhalten verhelfen. Denn sobald Arbeitnehmer regelmäßig Krankenscheine vorlegen und damDie Möglichkeiten des Arbeitgebers beim Verdacht von unzulässiger Krankschreibungit die wirtschaftlichen Interessen eines Unternehmens gefährden, stehen Arbeitgebern alle Möglichkeiten zu, um die Produktivität eines Unternehmens zu schützen. So sind beispielsweise Krankschreibungen, die häufig vor und nach einem Wochenende oder zwischen Feiertagen eingereicht werden, verdächtig.

Um das Blaumachen zu enttarnen und die bestehende Entgeltfortzahlung anzufechten, muss allerdings ein erhärteter Verdacht vorliegen. Erst dann ist es möglich, mithilfe von Privatermittlern nach den eigentlichen Gründen für eine Krankschreibung zu ermitteln. Sollte sich ein Verdacht bestätigen, kann ein Arbeitgeber sogar eine fristlose Kündigung aussprechen. Diese wäre durch eine geklärte Beweislage mithilfe von Privatdetektiven selbst vor einem Arbeitsgericht unanfechtbar. Ebenso kann ein Arbeitgeber eine Rückzahlung von Entgeltzahlungen verlangen und Arbeitnehmer so in erhebliche Schwierigkeiten bringen.

Darauf sollten Arbeitnehmer während der Krankschreibung achten

Selbstverständlich müssen Arbeitnehmer nichts befürchten, wenn sie sich im Falle einer Krankheit mit einem Attest vom Arzt von der Arbeit abmelden. Allerdings gibt es für Arbeitnehmer ein paar Regeln, die während der Krankschreibung beachtet werden müssen. Eine Krankschreibung sollte nur dann erfolgen, wenn der aktuelle gesundheitliche oder psychische Zustand einen Dienst auf der Arbeit verhindert oder sich die körperlichen Symptome durch ein Erscheinen auf der Arbeit verschlechtern können. Bei einer Grippe oder Fieber sind Arbeitnehmer sogar verpflichtet eine Krankschreibung vornehmen zu lassen. So wird verhindert, dass sich andere Mitarbeiter in einem Unternehmen oder einer Firma fahrlässig mit einem Krankheitsbild infizieren. Dennoch gilt, dass Arbeitnehmer während einer Krankschreibung nicht allen Freizeitbeschäftigungen nachgehen dürfen. Wer beispielsweise während der Krankschreibung Reparaturen am Haus vornimmt oder an sportlichen Aktivitäten teilnimmt, kann bei Kenntnisnahme des Arbeitgebers seinen Arbeitsplatz verlieren.