Gerüste werden immer dann benötigt, wenn in großen Arbeitshöhen gebaut, renoviert und gearbeitet wird. Damit die Arbeiten zügig und ungehindert vorangehen können, ist die Wahl des richtigen Baugerüsts unerlässlich. Baugerüste werden schon seit Jahrtausenden erfolgreich eingesetzt und ermöglichen das sichere Arbeiten an Gebäuden. Schon die alten Ägypter setzten auf belastbare Gerüstkonstruktionen, um ihre Gebäude in die Höhe bauen zu können.

 

Welche Materialien werden beim Gerüstbau eingesetzt?

Auch heute kommen im asiatischen Raum beim Bau eines Gerüsts noch Gerüststangen aus Bambus zum Einsatz. Selbst bei der Errichtung höchster Wolkenkratzer halten Gerüste aus Bambus den Belastungen auf der Baustelle stand. In Deutschland und anderen Industrienationen werden dagegen Gerüste inzwischen überwiegend aus Stahl und Aluminium gefertigt. Lediglich die Zwischenböden oder Leitern werden zum Teil noch aus Holz hergestellt und auf der Baustelle verwendet. Der Grund für den verstärkten Einsatz von Stahlgerüsten liegt sicher in der gleichmäßigen Qualität der einzelnen Gerüststangen und anderer Bauteile sowie in den positiven Sicherheitsaspekten, die Stahl- und Aluminiumgerüste mit sich bringen.

 

Welche Kosten entstehen bei der Anmietung eines Baugerüsts?

Bei Arbeiten am Dach oder der Fassade eines Hauses ist die Verwendung eines Gerüstes unumgänglich. Ansprechpartner für Gerüste jeder Art ist dabei immer der Gerüstbauer, bei dem die gewünschten Gerüste in verschiedenen Größen und Ausführungen gemietet werden können. Die Kosten für ein Gerüst sind von verschiedenen Faktoren abhängig. Zum einen kommt es darauf an, ob Sie die Arbeiten am Haus selbst vornehmen oder ob Sie einen Fachbetrieb beauftragen möchten. Wenn Sie einen Fachbetrieb beauftragen, dann wird sich dieser in der Regel auch um die Beschaffung eines Gerüstes kümmern. Aber auch dann lohnt sich der Vergleich der einzelnen Anbieter, da Sie auch hier bei den Kosten stets ein Wörtchen mitzureden haben.

 

Alles was Sie über Gerüstbau wissen müssenWenn Sie auf eigene Faust Arbeiten am Haus vornehmen möchten, dann müssen Sie die Beschaffung der Gerätschaften selbst übernehmen und die Angebote verschiedener Gerüstbauer vergleichen. Als grobe Richtgröße sollten Sie beim Mieten eines Gerüstes mit Kosten von circa vier bis fünf Euro pro Quadratmeter rechnen. Die Preise sind aber auch abhängig von der Region, in der Sie wohnen: Städte und Ballungszentren stellen Hochpreisregionen dar, in denen auch Mietpreise von bis zu acht Euro pro Quadratmeter üblich sind. In den genannten Preisen ist der Aufbau dann allerdings schon inklusive und wird nicht noch einmal berechnet. Zu den Kosten für die Gerüstmiete und für den Aufbau können dann noch Extra-Kosten kommen, wenn Sie Zusatzleistungen wie Fallschutznetze, Baustützen oder Überdachungen benötigen. Suchen Sie den passenden Gerüstbauer über Marktplatz Mittelstand!

 

Kostenbeispiel:

Gerüst mit 200 Quadratmetern (Mietdauer drei Wochen):

  1. Mietkosten für das Gerüst: circa 200 Euro
  2. Aufbau, Abbau und technische Abnahme: circa 1000 Euro

Gesamtkosten im Beispiel: 1200 + Mehrwertsteuer

 

Die Beispielrechnung bezieht sich hierbei auf ein Standgerüst ohne weitere Zusatzleistungen. Beim Mieten eines Standgerüstes sind alle nötigen Bauteile wie Gerüststangen, Gerüstkupplungen und Zwischenböden im Preis inbegriffen. Falls Sie nur kleinere Arbeiten an Ihrem Haus vornehmen möchten, können auch preisgünstige Rollgerüste für Sie infrage kommen. Rollgerüste lassen sich leicht in Eigenregie aufbauen und bieten alles, was Sie für kleinere Arbeiten am Haus, wie zum Beispiel Fassadenarbeiten, benötigen.

 

Welche Gerüstarten gibt es?

Das am häufigsten eingesetzteAlles was Sie über Gerüstbau wissen müssen Gerüst ist das Standgerüst. Es lässt sich leicht aufbauen und wird deshalb bei den meisten Bau- und Renovierungsarbeiten verwendet. Bei Arbeiten ohne feste Standfläche kommen dagegen Hängegerüste zum Einsatz, die an einem Ausleger oder einer Konsole befestigt werden, sodass kein Bodenkontakt benötigt wird. Modulgerüste sind Konstruktionen, die sehr flexibel sind und über Knotenpunkte schnell und einfach mit anderen Gerüstbestandteilen verbunden werden können. Bei kleineren Arbeiten am Haus, wie dem Verschalen oder Streichen einer Hauswand, kommen oftmals auch Rollgerüste zum Einsatz. Diese sind günstig zu mieten und bieten eine hohe Flexibilität während der Arbeiten. Beim Mieten eines Rollgerüstes sollte auf eine Feststellbremse geachtet werden, damit das Gerüst nicht unbeabsichtigt den Standort wechselt.

 

Sicherheitsvorschriften

Beim Umgang mit Gerüsten stellt Sicherheit das oberste Gebot dar. Viele Gerüstbauer nutzen bei ihrer Arbeit geprüfte Sicherheitstechnik, die Arbeiter, Kunden und auch Material vor Schäden bewahren soll. Gerüstbauer erhalten in der Regel umfangreiche Schulungen und erlernen den Umgang mit Sicherheitstechnik und Arbeitsmitteln. Darüber hinaus gibt es in Deutschland etliche Zertifikate, die Auskunft über die Einhaltung von Sicherheitsstandards geben.

 

Verdienst als Gerüstbauer

Gerüstbauer durchlaufen eine duale Ausbildung und können sich nach der Lehre auf gute Einstiegsgehälter freuen. Das Gehalt eines Gerüstbauers liegt im ersten Lehrjahr bei circa 650 Euro, das sich auf bis zu 1100 Euro im letzten Lehrjahr steigert. Nach der Ausbildung können Gerüstbauer mit einem Einstiegsgehalt von 1750 bis 2300 Euro (brutto) rechnen.