Eine Neuigkeit von Ing. Büro Frh. von Haxthausen

Gebäudeluftdichtheit vs hinzunehmende Unregelmäßigkeiten

Die Gebäudeluftdichtheit ist seit Jahren ein nicht enden wollendes Thema. Dabei sind die Grundzüge der Luftdichtheitsanforderung bei Gebäuden bereits Anfängen der DIN 4108 aus den 50er Jahren massgeblich verankert. Es bestehen jedoch leider in einigen Köpfen immer noch die Meinungen „a bissel was schad nix“. Das mag aus der Sicht der Schadensentwicklung für Gebäude bis in Jahr 1994 durchaus funktionieren. Hier war der Dämmstandard noch bei ca. 120 mm im Dach. An der Aussenwand war dort in der Regel keine Dämmung vorhanden. Feuchteeinträge in die Konstruktion gab es so gut wie keine, da die winterliche Raumluftfeuchte, aufgrund der großen Undichtheiten, bei ca. 15 – 25 % Luftfeuchte maximal lag. Heizen war günstig und die Heizkessel waren überdimensioniert. Heute ist dagegen die Situation vollkommen anders. Heizenergie ist deutlich teurer geworden, wir haben Dämmstärken von 200 – 300 mm und eine Raumluftfeuchte jenseits der 50%. Damit wird jede Luftleckage zu einer Wasserdampffontäne in die angrenzende Bauteilkonstruktion. Jetzt können bereits kleine Undichtheiten zu großen Feuchteinträgen, und damit maßgeblichen Bauschäden führen.
Ausführungen an Luftdichtheitsebene sind daher mit einer großen Akkuratess durchzuführen. Das wird jedoch bei vielen Trockenbaufirmen nicht mit entsprechendem Ehrgeiz verfolgt. „Das sieht man ja nachher nicht mehr“!
Ich möchte hier besonders auf die sehr anschaulichen Videos für das richtige „Darunter“ der Fa. ISOVER https://www.isover-live.de/folienverlegung-dampfbremse-41/ verweisen, die die exakte Ausführungen an verschiedenen Luftdichtheitsanschlüssen im Detail zeigen.
Nach Oswald/Abel handelt es sich bei „Hinzunehmenden Unregelmässigkeiten“ um Abweichungen, die nach der Verkehrssitte als unvermeidbar anzusehen und daher hinzunehmen sind. Das können z.B. Maßabweichungen sein, die aber in definierten Grenzen liegen müssen (DIN 18202 Maßabweichungen im Hochbau).
Luftundichtheiten aufgrund von nachlässigen und schlampigen Ausführungen sind nach meiner Meinung damit nicht gedeckt, auch wenn Grenzwerte von Luftwechselraten nach ENEV eingehalten werden, ist hier die Anforderung der DIN 4108 „Dicht“ und nicht „mit bestmöglicher Absicht dicht“. In den o.g. Videostreams ist klar erkennbar, dass bei einer fachgerechten Ausführung von Folienverklebungen eine Gebäudeluftdichtheit dauerhaft und sicher erreichbar ist.
Wenn auch Sie zu diesem oben genannten Thema betroffen sind, oder wir Sie bei anderen Themen unterstützen sollen, sprechen Sie uns gerne an. Ihr Ingenieurbüro Frh. von Haxthausen in Grasbrunn. Besuchen Sie luftdicht.info oder uns auf www.muenchen-bausachverstaendiger.de. Kontaktdaten für interessierte Bauherren: Tel.-Nr.: +49 8106 995252 Mobil: +49 178 2635561 Mail: ib-von-haxthausen@t-online.de www.muenchen-bausachverstaendiger.de

Erstellt am 22.01.2019 von

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