Eine Neuigkeit von Ing. Büro Frh. von Haxthausen

Wärmebrücken und Schimmelbildung bei Mieterwechsel

Wärmebrücken und Schimmelbildungen bei Gebäuden bei Mieterwechsel

Es sind bei Gebäuden, insbesondere bei älteren Gebäuden, regelmäßig Schimmelbildungen zu beobachten. Insbesondere bei vermieteten Einheiten ist dies für den Vermieter ist dies besonders ärgerlich, wenn die Vormieter nie derartige Probleme hatten. In der Regel treten diese Besatzflächen im oberen Deckenbereich von Schlafzimmern und Küchen auf. Auch in außenliegenden Badezimmern kann man diese Phänomen beobachten. Bei einer ersten technischen Überprüfung wird dann in der Regel ein Wärmebrückenproblem durch den hinzugezogenen Sachverständigen festgestellt. Das ist dann jedoch für den Wohnungseigentümer eine unzureichende Aussage, weil ja am Haus nichts geändert wurde und der Vormieter diese Probleme nicht hatte. Also alles „Mumpitz“? Nicht ganz, weil die Betrachtung von Schimmelpilzbildungen zwar mit Kondensatbildungen an Bauteilflächen einhergeht, jedoch auch die Nutzung der „Mietsache“ im direkten Zusammenhang eines Pilzbefalls steht. Eine Kondensatbildung an Bauteiloberflächen entsteht immer dann, wenn Raumluftfeuchte auf kältere Bauteilinnenoberflächen trifft. Das ist gut zu beobachten, wenn im Badezimmer beim Duschen oder Baden der Spiegel oder die Fensterflächen beschlagen.
Das ist jedoch ganz normal und führt zu keinen weiteren Problemen, wenn diese Feuchte durch Lüften zeitnah wieder abgeführt wird. Hier ist der erste Mietereinfluss zu berücksichtigen. Wird ein Fenster nur gekippt, oder nur kurz geöffnet, reicht der Luftstrom nicht aus um für eine nachhaltige Trocknung der Flächen zu sorgen. Es findet dann eine Konservierung der Feuchte im Raum statt. Im günstigsten Fall (für das Badezimmer) wird die Feuchte in andere Räume verteilt und richtet dann an ungünstigen Stellen (kaltes Schlafzimmer, unbeheizte Küche) das gleiche Unheil an. Der zweite Mietereinfluss kommt ins Spiel bei der Beheizung der Räume. Als Bemessungsgrundlage der „zulässigen“ Kondensatbildungen bei der gerade kein Schimmel entsteht ist die DIN 4108 Teil 2. Hier wird jedoch regelmäßig vorausgesetzt, dass die Mieträume bestimmungsgemäß beheizt und belüftet werden. Das bedeutet dauerhaft mindestens 20° Celsius und höchstens Raumluftfeuchten von 50 % rel. Gebäude vor 2009 sind keine „Sparfüchse“, die bei jeder Heizkostenabrechnung neue Rekorde erreichen können. Je nach Baujahr sind Verbräuche von 7- 15 Liter Heizöl für das Gebäude „gesund“. Für eine 70qm Wohnung sind das also pro Jahr 400 – 800 Euro ohne Warmwasser! Der dritte Mietereinfluss ist in der Möblierung der Räume zu sehen. Außenwand Ecken bei der die Schrankwand dann noch Lücken von 30 – 40 cm aufweisen als Stauraum für Kissen und Decken zu nutzen ist zwar Platzökonomisch, jedoch der Lieblingsplatz für einen Schimmelbewuchs. Also lieber eine belüftete Ecke frei lassen. Als vierten Mietereinfluss (das ist nicht der letzte) ist die Wahl der Wandbeschichtung zu sehen. Insbesondere die beliebte Raufasertapete oder andere Strukturtapeten sollten an kritischen Außenwänden gar nicht eingesetzt werden, da die enthaltenen Papier und Holzfasern für Schimmelpilze ein Festmahl darstellen. Auch die Wahl der Farbanstriche kann man günstiger gestalten. Hohe Bindemittelzusätze in Dispersionsfarben bieten ebenfalls einen günstigen Nährboden für ein Schimmelpilzwachstum. Hier sollten vorzugsweise „magere“ Farben eingesetzt werden. Zusammenfassend ist zu sagen, dass man aus einem „Oldtimer“ kein „Ökomobil“ machen kann und eine Wohnraumnutzung unter den vorgenannten Bedingungen in der Regel auch schadensfrei möglich ist.
Falls es trotzdem zu Schimmelpilzbildungen kommt, kann ich Ihnen gerne auch individuelle Lösungsvorschläge erarbeiten.
Sprechen Sie uns gerne an oder besuchen Sie uns auch auf www.muenchen-bausachverstaendiger.de.

Erstellt am 10.07.2018 von

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