Eine Neuigkeit von Ing. Büro Frh. von Haxthausen

Luftdichtheitskonzept erstellen beim Planen und Bauen

Für ein schadensfrei funktionierendes Gebäude und zur Sicherstellung der hygienisch erforderlichen Luftwechsel ist die Erstellung eines Luftdichtheits- und Lüftungskonzeptes erforderlich. Dabei ist es einerseits aus energetischen Gesichtspunkten wichtig das Gebäude möglichst dicht zu bauen um Lüftungswärmeverluste zu reduzieren, andererseits ist es wichtig anfallende inneren Feuchten schadlos abzuleiten. Dies ist auch besonders beim Fensteraustausch an Altbauten zu berücksichtigen.
Laut § 6 Abs. 1 der EnEV (Energieeinsparverordnung) sind Gebäude so auszuführen, dass die Wärme übertragenden Umfassungsflächen einschliesslich der Fugen dauerhaft luftundurchlässig und entsprechend den anerkannten Regeln der Technik abgedichtet ist.
Ziel ist es, ungeplanten Luftwechsel sowie das unkontrollierte Eindringen feuchter Luft in die Wärmedämmung und damit in die Konstruktion zu verhindern.
Ausserdem ermöglicht nur die dichte Gebäudeausführung eine optimale Funktion von Lüftungsanlagen und Wärmerückgewinnungen.
Im Zeitalter von Wärmepumpenanlagen ist dies besonders wichtig, da nur bei einem sparsamen Energieverbrauch die im Vergleich zu Öl und Gas deutlich höheren kWh Preise eine Wirtschaftlichkeit erreicht werden kann.
Der Gebäudeplaner (Architekt) muss daher entsprechend der aktuell gültigen Regel eine Planung der Luftdichtheitsebene und des Lüftungskonzeptes erstellen und mit den betreffenden Gewerken abstimmen.
Schicht und Bauteilübergänge müssen dauerhaft luftdicht ausgeführt werden. Dabei müssen äussere und innere Einflüsse auf die Verklebungen, wie Sturm und Alterung dauerhaft dicht bleiben.
In der Planung der Luftdichtheitsebene ist in den Schnitten und den wichtigsten Details ist die Ebene deutlich zu markieren und zu kennzeichnen. Hier am besten mit einer roten Linie.
Der Holzbau stellt dabei besondere Anforderungen an den Planer und die Bauleitung, weil das Material Holz an sich feuchteempfindlich ist und bei einer dauerhaften Durchfeuchtung verrottet und seine Standfestigkeit verliert. Auch die zwischen den Balken verlegte Wärmedämmung muss zwingend vor dauerhafter Feuchte geschützt werden.
Zusätzlich müssen noch die Probleme des Schwindens und Quellens bei Holzbauteilen unter normalen Feuchteeinflüssen berücksichtigt werden.

Als qualitätssichernde Massnahme kann hier eine Luftdichtheitsprüfung in Verbindung mit einer Leckortung durchgeführt werden. Dabei sind nicht die zulässigen Grenzwerte laut EnEV die Zielrichtung, sondern die geprüfte Leckagefreiheit des geprüften Objektes.

Erreichbare Luftwechselraten von 0,3 1/h bis 0,5 1/h sind dabei eine „Hausnummer“ für gute Ausführungen. Grenzwerte von 1,5 1/h oder 3,0 1/h sind zwar gerade noch zulässig, können jedoch nicht ansatzweise als Qualitätsstandart für neue Bauarten betrachtet werden.


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Erstellt am 23.03.2018 von

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