Eine Neuigkeit von Ing. Büro Frh. von Haxthausen

Heizen und Lüften für Allergiker bei Hausstaub, Milben und Schimmelpilzen

Es treten seit einiger Zeit vermehrt Allergien oder allergische Reaktionen bei Menschen auf. Hauptsächlich werden hier Hausstauballergien genannt. Dabei handelt es sich jedoch hauptsächlich nicht direkt um allergische Reaktionen auf Hausstaub, sondern um allergische Reaktionen aus den im Hausstaub lebenden Milben, bzw. den Kotauscheidungen dieser. Um den Zusammenhang hier zu verstehen muss man den Lebensraum und die Nahrungsaufnahme dieser kleinen „Biester“ genauer betrachten. Milben leben und vermehren sich idealerweise bei Feuchten > 60%. Nachweislich hauptsächlich in unseren Betten oder in feuchten Bereichen unserer Wohnung. Überleben können sie dabei auch bei geringeren Feuchten. Eine Fortpflanzung findet jedoch erst ab > 60 % Feuchte statt. Die ursprünglichen Annahmen Milben sind besonders in Teppichen und Teppichböden angesiedelt, wurden wissenschaftlich widerlegt. Sie sind dort zwar vorhanden, können sich dort jedoch in der Regel dort nicht ernähren und fortpflanzen. Eine Kontamination geht daher überwiegend von Betten und Polstermöbeln aus und nicht von Bodenbelägen. Hier greift eine weitere notwendige Lebensgrundlage für die Existenz der Milben, - die Nahrung. Milben ernähren sich nicht wie allgemein angenommen von Staub (Hausstaub) sondern bedienen sich der Umwandlung des Hausstaubes durch Schimmelpilze in die für sie nutzbaren Vitamine und Stoffwechselprodukte als Nahrung. Damit rücken zusätzlich auch Schimmelpilze und deren Abbauprodukte in die Blickrichtung der Allergiebetrachtung!
Milben können ohne Schimmelpilze nicht leben!
Wie wird man die „Biester“ wieder los? Normalerweise sterben die Milben bei einer längeranhaltenden Trockenheit von selbst ab. Das war früher mit Beginn der Heizperode der Fall. Ansteigende Temperaturen führten zu geringeren Luftfeuchten. Milben sterben ab. Auch Schimmelpilze sterben bei Trockenheit ab, verschwinden jedoch nicht! Berücksichtigt man heutige Nutzungsgewohnheiten in unseren Schlafzimmern, so sind dort nahezu ganzjährig hohe Raumluftfeuchten anzutreffen. Gerade die tieferen Raumtemperaturen führen dabei physikalisch zu hohen Raumluftfeuchten (kalte Luft kann weniger Feuchte aufnehmen. Daher steigt die relative Raumluftfeuchte). Ein Paradies für Schimmelpilze und für Milben. Als eine erste Massnahme sollte, über einen längeren Zeitraum (> 4 Wochen) eine Raumluftfeuchte von unter 50% angestrebt werden. Um dies zu erreichen ist gleichzeitig eine Raumtemperatur von ca. 19° erforderlich. UND KEIN WÄSCHETROCKNEN IN DEN WOHNRÄUMEN!
Bestehen nach diesem Zeitraum weiter Beschwerden der Bewohner, sind Raumluftmessungen und Bauteilüberprüfungen erforderlich. Insbesondere die Rückstände von Schimmelpilzen können für geschwächte Personen erhebliche Gesundheitsgefahren verursachen. Bestehen Gesundheitseinschränkungen (z.B. grippeähnliche Symptome) sollte zusätzlich ein Arzt befragt werden.

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Erstellt am 21.03.2018 von

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