Eine Neuigkeit von SRT GmbH

Drei Frimen - Geballte Kompetenz bei Werkstoffen (10/08 Wirtschaft Regional)

Drei Unternehmen, die ihre Kunden durch Qualität und Schnelligkeit in ihrem Erfolg unterstützen. Die Rede ist vom Ostalb-Warmbehandlungszentrum (OWZ), dem Werkstofftechniklabor (WTL) sowie der Scholz Rissprüftechnik (SRT). Drei erfolgreiche Unternehmen die sich unter strategischen Gesichtspunkten, zum Vorteil ihrer Kunden, unter einem Dach zusammengefunden haben, sind in Aalen in der Ulmer Straße zu finden. Den drei Firmen, allesamt Tochterunternehmen der Scholz Edelstahl GmbH, stehen mit guter Anbindung an die Autobahn A7 rund 4000 m² Produktionsfläche zur Verfügung. OWZ, WTL und SRT ergänzen sich als differierende Firmen bei der Abfolge verschiedener Arbeitsgänge von metallischen Bauteilen: Proben werden im Werkstofftechnik- Labor analysiert und auch zerstörend geprüft, Bauteile werden zerstörungsfrei auf Risse geprüft und die Teile der Kunden wärmebehandelt, um die gewünschten Gefüge und Materialeigenschaften zu erhalten. Der Firmenkomplex ist für alle metallverarbeitenden Unternehmen interessant, die diese Dienstleistungen einzeln oder auch als Komplettangebot benötigen. Die Firmen sind alle nach DIN EN ISO 9001:2000 zertifiziert. Kompetenz aus einer Hand ist also bei den Firmen in der Ulmer Straße das Motto. Bauteile von Kunden werden vom OWZ wärmebehandelt. Nach der Wärmebehandlung werden aus jeder Ofenreise Materialproben entnommen, um die Materialeigenschaften wie Härte, Festigkeit oder beispielsweise der Zugbelastung durch das WTL ermitteln zu lassen. Die Proben werden aus den Bauteilen herausgesägt oder herausgetrennt. „Angestrebt wird vom WTL ein Zeitraum von maximal zwei Arbeitstagen zwischen Wareneingang und Erhalt der Prüfergebnisse“, sagt Laborleiter Harald Hirsch. Im Einzelfall kann die Zeitspanne auf wenige Stunden reduziert werden.
Nach Ermittlung der Kennwerte aus der zerstörenden Prüfung kommen die Bauteile weiter zur zerstörungsfreien Rissprüfung. Die Bauteile können dann zu 100 Prozent sowohl auf Oberflächenfehler als auch Volumenfehler im inneren des Werkstücks geprüft werden. „Nach der Rissprüfung gibt es je nach Kundenvorgabe noch Sichtkontrollen und letzte Nacharbeiten oder Verpackungsarbeiten. Selbst der Versand direkt zum Kunden wird auf Kundenwunsch organisiert“, sagt der Leiter des technischen Vertriebs bei SRT, Titus Peltsch.


SRT: Denn Prüfen heißt sich sicher sein

Die Scholz Rissprüftechnik (SRT) wurde im Juni 2004 gegründet und firmierte in Essingen bis Oktober 2006 als Tiede Scholz Dienstleistung GmbH als eine 50/50 %-Beteiligung der Tiede GmbH und der Scholz Edelstahl GmbH. Seither heißt die Firma Scholz Rissprüftechnik GmbH und gehört zu 95 Prozent zu Scholz Edelstahl, 5 Prozent hält Andreas Zott als Mitgesellschafter. 2004 war das Unternehmen mit drei Mitarbeitern gestartet, Ende 2008 wird es 20 Mitarbeiter, geschultes und zertifiziertes Personal nach DIN EN 473, beschäftigen. „Es gibt weiterhin eine enge Zusammenarbeit mit der Essinger Firma ITW Tiede GmbH, von der SRT seine Rissprüfmaschinen bezieht“, sagt der technische Betriebsleiter Andreas Zott.
SRT zählt viele namhafte Zulieferer aus der Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie zu seinem Kundenstamm. SRT zeichnet seine Schnelligkeit, Flexibilität, höchste Qualität bei Prüfungen, gute und faire Preise, Termintreue sowie ein hervorragender Kundenservice aus. „Auch große Mengen von Material und Bauteilen können relativ kurzfristig geprüft werden. SRT bekräftigt beim Ab schluss von langfristigen Verträgen mit Kunden seine Investitionsbereitschaft“, erklärt Titus Peltsch, Leiter des technischen Vertriebs. Schnell und zuverlässig führt SRT nahezu alle Überprüfungen vor Ort bei den Kunden durch. Treten bei Automobilzulieferern Fehler auf, kann SRT unkompliziert ganze Produktserien überprüfen, die überlebenswichtig für die Kunden sind.



\"Auf Biegen und Brechen“

Vor gut elf Jahren wurde das Werkstofftechnik-Labor als Tochterunternehmen der Scholz Edelstahl GmbH gegründet, um den breit gefächerten Service „Rund um den Stahl“ zu komplettieren. Inzwischen wurde das Werkstoffspektrum der WTL GmbH um Gusseisen, Sinterwerkstoffe, Aluminium-, Kupfer- und Nickellegierungen erweitert. Selbstverständlich ist das WTL durch das „Deutsche Akkreditierungssystem Prüfwesen“ akkreditiert. Das Qualitätsmanagementsystem ist nach DIN EN ISO 9001:2000 aufgebaut. Verschiedene Abnahmegesellschaften sind Partner der Werkstofftechnik- Labor GmbH. Diese sind TÜV, ABS, BV, GL, DNV und LRS. Im Bereich der zerstörenden Prüfungen von Werkstoffen setzt das WTL die modernsten Geräte und Prüfmitteleinrichtungen ein. Der Service beinhaltet die Probenentnahme, die Probenherstellung und die Untersuchungen inklusive Prüfprotokollen. Bei werkstofftechnischen Fragen bieten die Spezialisten ebenfalls ihre Hilfestellung an. Die hohe Fach- kompetenz wird nicht zuletzt durch die enge Zusammenarbeit mit allen Fachbereichen der Scholz-Edelstahl verstärkt. Das Werkstofftechnik-Labor hat sich auf folgende Schwerpunkte spezialisiert: Physikalische mechanische Prüfungen: Untersucht wird das Werkstoffverhalten beim Biege-, Druck-, Zug- und Kerbschlagbiegeversuch. Die Widerstandsfähigkeit der Metalle wird dabei im wahrsten Sinne des Wortes „auf Biegen und Brechen“ und damit höchste Beanspruchung nach den entsprechenden DIN-Normen oder Kundenvorgaben ermittelt. Bei den Härteprüfungen werden die bekannten Methoden „Rockwell“, „Brinell“ und „Vickers“ angewandt. Bei den metallographischen Untersuchungen wird das Gefüge beurteilt und nach größeren Fehlern wie Risse, Poren, Lunkern etc. gesucht. Die Korngröße, der Reinheitsgrad, der Restaustenitgehalt und die Schichtdicke werden bestimmt. Schweißverbindungen werden sowohl mikroskopisch als auch mechanisch untersucht. Eine typische makroskopische Untersuchung ist die Darstellung der Flussrichtung des Werkstoffes beim Umformen (Faserverlauf). Bei der Spektralanalyse und Verwechslungsprüfung wird die chemische Zusammensetzung der Werkstoffe ermittelt. Als Werkstoff sind die gängigsten Eisen-, Aluminium-, Kupfer- und Nickellegierungen möglich. Auch mit Schadensuntersuchungen und den entsprechenden Begutachtungen hat sich das WTL einen guten Namen gemacht. Dazu kommen Schnelligkeit und absolute Termintreue, für die das Labor seit vielen Jahren bei seinen regionalen und überregionalen Kunden aus der Metallbranche steht.


Stahlveredelung beim OWZ, Umfangreiche technische Möglichkeiten stehen bereit

Aalen. Die im Jahre 1999 gegründete OWZ GmbH ist ein leistungsstarkes Warmbehandlungszentrum, das mit seinen sehr effizienten Anlagen sämtliche Möglichkeiten der Stahlveredelung von Bauteilen, Sägeabschnitten und Stahlstäben mit großen Durchmessern bietet. Die Mitarbeiterzahl hat sich seit der Gründung um ein Drittel erhöht, derzeit bewältigen 30 flexible und hoch motivierte Mitarbeiter die Produktion. Alle Warmbehandlungen können sowohl in offener Ofenatmosphäre als auch unter Schutzgas durchgeführt werden.
Für die Bearbeitung in offener Ofenatmosphäre stehen fünf Kammeröfen mit jeweils 15 Tonnen Chargiergewicht zur Verfügung. Die maximale Bauteilgröße, die eingebracht werden kann, beträgt 8 x 2 x 0,8 Meter. Die Abschreckung kann wahlweise in einem Öloder Wasserbad mit 80 m³ Beckeninhalt erfolgen oder in einer so genannten Luftdusche, in der die Teile im geregelten Luftstrom abgekühlt werden. In den Kammeröfen werden hauptsächlich Schmiedestücke für namhafte Automobilzulieferer, die vorrangig im Lkw- Bereich tätig sind, vergütet oder geglüht. Daneben sind Stabstähle, die aufgrund ihrer Länge bzw. ihres Durchmessers nach der Warmbehandlung nicht gerichtet werden müssen, weiteres Standbein. Die Jahreskapazität beträgt, nach Erweiterung um zwei Öfen im April und Juli dieses Jahres, rund 35 000 Tonnen. Die Warmbehandlung unter Schutzgas (Stickstoff/Endogas) wird in einer Rollenherd- Durchlaufanlage durchgeführt. Die zu behandelnde Ware wird in Glühkörben der Nutzgröße 1400 x 1200 x 45 mm bei unkritischen Teilen (Rohlinge) per automatische Schüttung be- und entladen. Die maximale Beladung der Körbe beträgt 800 kg. Alternativ kann teilbearbeitete oder schlagempfindliche Ware auch manuell in die Glühkörbe gesetzt und nach der Warmbehandlung wieder in die Transportbehälter eingebracht werden.
Die Glühkörbe werden programmgesteuert durch die Anlage gefahren, was eine hohe Reproduzierbarkeit des Vorgangs gewährleistet. Auch in dieser Anlage ist die Möglichkeit gegeben, entweder in Öl abzuschrecken oder die Teile in einer Schnellkühlzone auf ie gewünschte Temperatur abzukühlen. Die Anlage ist sowohl für Kleinserien als auch für langfristige Großserien geeignet. „Hier bedienen wir Kunden aus den Bereichen Präzisionsschmieden und Kaltfließpressen“, sagt Manfred Peller. Die Jahreskapazität beträgt hier 12 000 Tonnen. Im Anschluss an die Warmbehandlung besteht die Möglichkeit, die Bauteile mit Stahlkiesstrahlen von Zunderresten zu säubern. Hierfür steht eine Muldenbandanlage zur Verfügung, die für Stückgewichte bis zu 200 kg ausgelegt ist. Damit wird eine sofortige Rissprüfung oder mechanische Bearbeitung möglich. Kunden von OWZ können schnelle, flexible und kompetente Leistungen erwarten. Auf vertrauensvolle Zusammenarbeit und technische Beratung wird höchsten Wert gelegt.

Erstellt am 11.01.2009 von

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