Eine Kur für alle von

am 15.11.2013

Wer kennt das nicht; man fühlt sich ausgelaugt, ist arbeitsunfähig erkrankt, steht bei der Arbeit ständig unter Druck, Stress in und mit der Familie, fühlt sich im Alltag überfordert oder möchte einfach mal abschalten.
Eine Kur oder medizinische Rehabilitation wäre hier doch genau das Richtige.
Doch an wen soll man sich wenden, wenn man eine Rehabilitation bzw. eine Kur beantragen möchte. In Deutschland gibt es viele Kostenträger für medizinische Rehabilitationen und Kuren. Die häufigsten Kostenträger sind die gesetzlichen Krankenkassen, die Rentenversicherung und die gesetzliche Unfallversicherung. Doch wer ist im Einzelfall zuständig?
Als Faustregel kann man sich Folgendes merken:
- Für Präventionsleisten wie Vorsorgekuren ist die Krankenkasse zuständig
- Für Rehabilitationsmaßnahmen ist die Deutsche Rentenversicherung zuständig, solange man sich im Erwerbsleben befindet (Beispiel für Nichtzuständigkeit: Kinder und Rentner)
- Erklärt sich die Rentenversicherung für eine Rehabilitation als nicht zuständig, so ist die Krankenkasse der nächste zuständige Leistungsträger
- Ist die Rehabilitation aufgrund eines Arbeitsunfalles oder einer Berufskrankheit nötig, so ist die Berufsgenossenschaft dafür zuständig

Dabei ist die Produktpalette der einzelnen Kostenträger vielfältig. So gibt es von A wie Anschlussrehabilitation, über M wie Mutterkindkur und S wie Suchtrehabilitation, bis hin zu V wie Vorsorgekur. Neben diesen Hauptleistungen gibt es noch eine Fülle von Nebenleistungen, wie Haushaltshilfe oder Fahrkosten.
So vielfältig die Rehabilitationsmöglichkeiten sind, so viele Leistungsvoraussetzung gibt es. Dabei gibt es nicht nur verschiedene medizinische Voraussetzungen, sondern auch viele versicherungsrechtliche Voraussetzungen.
Die Antragsverfahren sind ebenfalls nicht standardisiert. So möchte die Deutsche Rentenversicherung Westfalen gerne einen Gutachter zur Überprüfung der Rehabilitationsbedürftigkeit zwischenschalten, andererseits reicht es zum Beispiel der Krankenkasse, wenn Sie einen Mustervordruck vom Arzt mitbringen.

Doch kann man bei einem Antrag auf eine Kur oder medizinische Rehabilitation etwas falsch machen?- Ja!- Nicht nur bei vielen Antragsvordrucken, die vor Fangfragen nur so strotzen, sondern auch bei dem Antrag an sich. Einerseits ist die Anzahl von Rehabilitationsmaßnahmen und Kuren zeitlich begrenzt. Eine stationäre Rehabilitation oder Kur kann man in der Regel nur alle vier Jahre in Anspruch nehmen, eine ambulante Badekur alle drei Jahre.
Besonders sorgsam sollte man mit einem Antrag auf Rehabilitation umgehen, wenn man im Krankengeld erhält. Besteht die Möglichkeit, dass man frühzeitig aus dem Erwerbsleben ausscheiden muss, so kann die Rentenversicherung einen Antrag auf Leistungen zur medizinischen Rehabilitation in einen Rentenantrag umwandeln. Die Krankenkasse kann ihr Mitglied nun unter gewissen Voraussetzungen zu einem Rentenantrag zwingen, obwohl man vielleicht noch gar nicht die Rente beantragen möchte.

Als Ansprechpartner für diese und weitere Fragen stehen Ihnen die einzelnen Kostenträger zur Verfügung. Bei der Beratung müssen Sie allerdings immer davon ausgehen, dass der jeweilige Träger der Maßnahme Kostenmanagement betreibt. Das bedeutet eigentlich nur, dass gespart wird, wo es nur geht. Oftmals kommen die Betroffenen hier bereits nicht zu Ihrem Recht. Noch viel schlimmer ist, dass der einzelne Kostenträger die Auswirkungen auf den anderen Kostenträger nicht kennt und zum Beispiel auch nicht die rentenrechtlichen Konsequenzen einschätzen kann.

Damit Sie zu Ihrem Recht kommen und damit man auch wirklich zu seinem Recht kommt, ist eine neutrale Beratung das Wichtigste. Sie bekommen bei mir alle Informationen, damit Sie keine böse Überraschung nach der Kur oder Rehabilitation erleben. Auch begleite ich Sie im Antragsverfahren, damit Sie sorglos alle Leistungen erhalten, die Ihnen auch zustehen.

Standort von Rentenberater Michael Ritzau

Bilder von Rentenberater Michael Ritzau

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