Kaum ein Unternehmen kann es sich heute noch leisten, einen Bogen um das Thema Social Media zu machen. Schließlich stellen die damit verbundenen Werbemöglichkeiten ein wichtiges Element im modernen Marketing-Mix dar. Tatsache ist, dass die Nutzung sozialer Netzwerke, Blogs, Foren, Wikis etc. für einen immer größeren Anteil der Gesellschaft zum alltäglichen Leben gehört. Deshalb eignen sich die verschiedenen Plattformen hervorragend, sich mit Interessenten und potenziellen Kunden auszutauschen und die eigenen Produkte und Dienstleistungen ins rechte Licht zu rücken. Eine ausgeklügelte, kreative Social Media Strategie funktioniert allerdings nur, wenn Sie damit die richtigen Personen ansprechen. Folgender Überblick soll Ihnen helfen, die wichtigsten Social Media Kanäle kennen zu lernen und die passenden Plattformen für Ihr Unternehmen auszuwählen.

Facebook – der Social Media Pionier

Social Media - FacebookFacebook, die Studien zufolge die von Unternehmen am meisten genutzte Social-Media-Plattform ist, gilt als Allrounder unter den sozialen Netzwerken. Egal welche Zielgruppe Sie haben – auf Facebook sind sie alle vertreten. Nutzerzahlen von weltweit mehr als 1,9 Milliarden, dafür immerhin rund 27 Millionen in Deutschland, sprechen für sich. Die offiziellen Firmenprofile lassen sich optimal dazu nutzen, Konsumenten über aktuelle Aktionen und Angebote zu informieren und sich direkt mit ihnen auszutauschen. Das steigert das Vertrauen zwischen dem Unternehmen und seinen Kunden und ist ein wichtiger Faktor für die Kundenbindung. Um auf Facebook erfolgreiche Kampagnen zu realisieren, sollten die Inhalte Ihrer Beiträge relevant, authentisch, kreativ und hochwertig sein. Aufgrund des geringen Aufwands eignet sich diese Plattform besonders für kleine und mittelständische Unternehmen wie Handwerker, Einzelhändler, Friseure und Ärzte.

Twitter – Zwitschern in 140 Zeichen

Ebenfalls voll im Trend liegt der Mikrobloggingdienst Twitter. Zwar ist die Plattform mit rund 3 Millionen deutschen Nutzern keines der reichweitenstärksten Netzwerke, aber dennoch tummeln sich hier zahlreiche Firmen. Da die Microblog-Botschaften maximal 140 Zeichen lang sein dürfen, empfiehlt sich Twitter vor allem für die Verlinkung und Verbreitung redaktioneller Fachartikel. Deshalb ist der Kurzmitteilungsdienst besonders beliebt bei Unternehmen aus dem Medien-Sektor und Firmen, die regelmäßig Artikel auf internen Blogs veröffentlichen.

Instagram – erfolgreich mit visuellen Botschaften

Mit Instagram hat sich in den letzten Jahren ein weiterer Micro-Blog zu den beliebtesten Netzwerken gesellt. Hier geht es jedoch weniger um Interaktion, sondern vielmehr um Fotos und Videos. Ausschlaggebend ist der visuelle Eindruck, den Sie hinterlassen. Die Kunst erfolgreicher Werbung auf diesem Medium besteht darin, Dienstleistungen und Produkte geschickt in ästhetischen Bildern zu platzieren. Ein Foto oder ein kurzes Video in Verbindung mit zielgruppenspezifischen Hashtags genügen meist, um die gewünschte Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Zu den beliebtesten Themen gehören die Bereiche Lifestyle, Reisen und Beauty, was sich wohl im zumeist weiblichen Publikum begründet.

Google+ – das Plus für jeden Marketing-Mix

Obwohl Google+ mit 6 Millionen aktiven Nutzern eine geringere Reichweite hat als Facebook, bietet die Plattform Ihnen eine gute Möglichkeit, die fachlichen Kompetenzen Ihres Unternehmens mit Ihrer Zielgruppe zu teilen. Ursprünglich als privates Netzwerk gedacht, konnte sich Google+ nie als solche durchsetzen und dient mittlerweile hauptsächlich der Unternehmenspräsentation und als Informationsquelle zur Verbreitung themenrelevanter Blogbeiträge und Foren. Der Unterhaltungswert Ihrer Beiträge rückt dabei in den Hintergrund. Gegenüber Facebook bietet Google+ einen entscheidenden Vorteil: Mithilfe sogenannter „Kreise“ (Kunden, Influencer, Partner) können Sie exakt bestimmen, wen Sie mit Ihrem Content ansprechen wollen. Da die Plattform insbesondere von Männern aktiv genutzt wird, sind technische Themen aller Art besonders gefragt.

YouTube – die weltweit größte Videoplattform

Social Media: Videomarketing mit YoutubeAufgrund der hohen Reichweite ist auch YouTube ein durchaus interessanter Kanal für das Social Media Marketing. Allein ein Deutschland werden die Nutzerzahlen auf rund 6 Millionen beziffert. Allerdings kommen pro Minute circa 100 Stunden neuer Content hinzu, sodass es nicht leicht ist, aufzufallen und viele User anzusprechen. Welche Faktoren für den Erfolg oder Nichterfolg auf YouTube verantwortlich sind, lässt sich nicht genau ermitteln. Häufig können aufwendig produzierte, teure Firmenvideos nicht mit den amateurhaften, aber meist umso unterhaltsameren Privatvideos mithalten. Es empfiehlt sich jedoch, YouTube zusätzlich zu anderen Social-Media-Kanälen zu nutzen, um Ihrem Image und Ihrer Marke auf die Sprünge zu helfen. Hier können Sie vor allem dann punkten, wenn sich Produkte und Dienstleistungen gut visualisieren lassen.

Welche Fehler Sie bei Ihrem Social Media Auftritt nicht machen sollten

Wie im klassischen Marketing gibt es auch beim Social-Media-Marketing einiges, was Sie falsch machen können. Folgende fünf Fehler sollten Sie besser vermeiden:

  • einfach loslegen, ohne vorher die Zielgruppe und die Ziele zu definieren,
  • Personen ohne Know-how die Multimedia-Kanäle betreuen lassen,
  • missionieren statt kommunizieren,
  • zu wenig, zu viel oder ungeeigneter Content,
  • zu geringe Qualität.

Wie Sie richtig auf Fehler und Beschwerden in diesem Bereich reagieren, finden Sie übersichtlich zusammengeschrieben hier.