Mit einer Webseite, die zu langsam lädt, verlieren Sie blitzschnell Interessenten an Ihrem Unternehmen. Es gelten die einfachen Gesetze der Konkurrenz und des Vergleichs: Wenn Ihre Seite drei Sekunden zum Laden benötigt und die Ihres Konkurrenten nur 0,5 Sekunden, entscheiden sich die meisten Interessenten für Ihre Konkurrenz mit der schnelleren Seite. Wichtige Faktoren, die durch die Ladegeschwindigkeit positiv beeinflusst werden, sind die Absprungrate (verringert sich), die Pageviews (erhöhen sich) und die Besuchszeiten (verlängern sich). Darüber hinaus belohnt Google schnellere Webseiten mit einem besseren Ranking, diesen Faktor dürfen Sie nicht unterschätzen. Langsam ladende Webseiten sind überfrachtet und falsch programmiert, doch das lässt sich ändern.

Warum kann eine Webseite zu langsam sein?

Es gibt hierfür interne und externe Faktoren. Die externen sind weniger umfassend und lassen sich auch nur teilweise beeinflussen. So laden natürlich Webseiten bei einer schlechten Internetverbindung des Nutzers und bei der Verwendung eines veralteten Browsers langsamer, dagegen können Sie nichts unternehmen. Das ist auch nicht schlimm, Ihre Konkurrenz ist bei diesem Nutzer ebenso davon betroffen.

Doch möglicherweise ist auch Ihr Hosting als externer Faktor am langsamen Laden schuld. Wenn Sie sich einen billigen Webhoster gesucht haben, dann wird dieser bei seinen preiswerten Verträgen auf einem Server viele Webseiten zusammenpferchen und ihnen zu wenig Arbeitsspeicher und zu wenig Bandbreite gönnen. Das ist nicht leicht zu durchschauen, doch Sie können generell davon ausgehen, dass gutes Hosting nicht für Groschenpreise zu haben ist. Befragen Sie befreundete Unternehmer, wie diese es halten, bei wem sie hosten lassen und ob sie zufrieden sind. Vielleicht wechseln Sie daraufhin den Anbieter. Die häufigsten Ursachen für eine langsame Seite sind aber auf dieser selbst zu finden.

Interne Ursachen für eine langsame Webseite

  • Ursachenbekämpfung für eine schnelle WebseiteZu viel Werbung auf eine Seite, das Laden von Elementen aus externen Quellen, die fehlende Optimierung für mobile Aufrufe und überfrachtende Grafiken gehören zu den häufigsten Ursachen für das langsame Laden einer Webseite. Hier einige Tipps, wie Sie Abhilfe schaffen können:
  • Werbung vermeiden: Wenn ein Ad-Server auf Ihrer Seite automatisch Werbung einblendet, kann diese dadurch quälend langsam laden. Die Werbung ist ohnehin bei den Nutzern nicht sonderlich beliebt. Überlegen Sie, was sie Ihnen bringt und ob Sie nicht die lästigen Banner abschalten können.
  • Laden von externen Quellen vermeiden: Wenn Ihre Seite Bilder, Videos und Grafiken von externen Seiten lädt, kann sie dadurch langsamer werden. Es genügt hierfür schon, dass der verlinkte Inhalt durch einen langsamen Server gehostet wird. Das macht auch Ihre Seite langsamer.
  • Mobil First: Responsive Webdesign ist eine Art der Seitenprogrammierung, bei der die Webseite das aufrufende Endgerät als PC, Smartphone, Notebook oder Tablet identifiziert und sich der Bildschirm- oder Displaygröße angepasst öffnet. Bislang galt das als reiner Komfort, doch inzwischen scheint Responsive Webdesign auch die Ladezeiten (zumindest auf mobilen Endgeräten) deutlich zu beeinflussen. Außerdem bewertet Google die entsprechend programmierten Seiten beim Ranking besser. Stellen Sie eine Seite ohne Responsive Webdesign nicht mehr ins Netz.
  • Grafiken stellen viele Server viel zu groß für jedweden Browser bereit. Die Webseite muss sie dann per Skalierung verkleinern, was die Ladegeschwindigkeit senkt. Ihr Hoster sollte daher auf der Serverseite größenoptimierte Grafiken anbieten. Die Technologie srcset bietet jedem Browser mehrere Bildgrößen abhängig vom Darstellungsbereich an.
  • Redirects vermeiden: Wenn eine Webseite erst durch einen Redirect (eine Weiterleitung von einer anderen Seite) zu erreichen ist, lädt sie dadurch langsamer. Das Weiterleiten von anderen Seiten sollten Sie daher vermeiden.

Online Tools für den Test Ihrer Seite

Sie können diese und weitere Punkte über bestimmte, kostenlose Online Tools testen. Sie sind zum Teil laienfreundlich aufgebaut, probieren Sie es einfach:

Spezialtipps für schnelle Webseiten

Schnelle Webseite: mit diesen Tipps zum ErfolgDie folgenden Tipps versteht nicht mehr jeder Laie. Sie können aber einen Dienstleister beauftragen, sich darum zu kümmern. Eine Möglichkeit für schnellere Webseiten besteht darin, einen Reverse Proxy Server und einen Apache Webserver kombiniert zu nutzen. Der Proxy lädt statische Inhalte schneller, während der Apache neue Anfragen verarbeitet. Auch Ihr PHP lässt sich möglicherweise optimieren. PHP sorgt unter anderem für die Zwischenspeicherung von MySQL Abfragen. Manche Server sind mit zu vielen PHP Modulen überfrachtet. Wenn Sie im Unternehmen selbst den Webserver betreiben, können Sie ihn mit dem Google-Tool mod_pagespeed beschleunigen. Auch eine Aktivierung von HTTP Keep Alive, der Einsatz eines Content Delivery Servers (CDN), das Vermeiden von Query Strings in Ihren URLs, die Festlegung eines Charsets im Header und die Nutzung der GZip Kompression macht Ihre Webseite vielleicht deutlich schneller.