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In Deutschland werden jährlich rund 800.000 Unternehmen gegründet – leider nicht immer mit Erfolg: Nur eines von zehn Start-ups entwickelt sich positiv, die Mehrzahl der Existenzgründer scheitert früher oder später. Die Gründe für diese Entwicklung lassen sich nicht eindeutig benennen, häufig addieren sich verschiedene Ursachen. Eine umfangreiche Planung kann die Risiken der Selbstständigkeit minimieren. Was sollte in diesem Zusammenhang beachtet werden?

Businessplan: einfach und klar strukturiert

Eine ausgezeichnete Idee ist zumeist der Anfang einer Unternehmensgründung – und davon sollten sich auch die Banken überzeugen lassen, die bei der Finanzierung unterstützen. Mithilfe des Businessplans wird die Geschäftsidee schriftlich niedergelegt. Fachleute raten dazu, sich nicht in Details zu verstricken, sondern zunächst im Groben darzulegen, wie Umsätze erwirtschaftet werden sollen. Anders als häufig angenommen, geht es bei der Erstellung des Businessplans nicht ausschließlich darum, die Banken zu einer Kreditbewilligung zu bewegen. Mindestens ebenso wichtig ist es, sich selbst im Klaren darüber zu werden, welches die Alleinstellungsmerkmale der eigenen Idee sind und wie sich das Unternehmen von der Konkurrenz absetzen kann. Sollte diese Differenzierung nicht gelingen, wird es vermutlich schwer werden, sich am Markt durchzusetzen – in den meisten Branchen ist der Konkurrenzdruck hoch.

Welche Rechtsform sollte gewählt werden?

Sind diese grundsätzlichen Überlegungen getroffen, sodass sich der Existenzgründer mit ganz konkreten Hürden auseinandersetzt, muss die Frage nach der passenden Rechtsform beantwortet werden. Ob eine Personengesellschaft oder eine Einzelunternehmung die bessere Wahl ist, kann ein Notar oder Steuerberater beantworten. Grundsätzlich liegen die Unterschiede im Steuerrecht und der Möglichkeit, das Eigenkapital aufzustocken – in einer offenen Handelsgesellschaft (OHG) ist es beispielsweise möglich, neue Geldgeber mit aufzunehmen. Eine GmbH ist hingegen besonders interessant, weil der Existenzgründer nicht mit privatem Vermögen haftet. Insbesondere diese auch Privathaftung bei den Personengesellschaften sorgt allerdings dafür, dass der Erhalt von Krediten vereinfacht wird. Die Banken sind sich im Klaren darüber, dass ein Unternehmer, der mit privatem Vermögen einsteht, entsprechend nachhaltig wirtschaftet.

Marktanalyse durchführen

Keinesfalls außer Acht gelassen werden sollte auch die Markt- und Standortanalyse. Hier sollte durchaus in einen Fachmann investiert werden, der das Potenzial der eigenen Geschäftsidee offenlegt. Fällt die Marktanalyse positiv aus, wird den Banken bei den Kreditverhandlungen gleichzeitig ein Argument für die Kreditvergabe geliefert. In der Praxis zeigt sich allerdings, dass eine solche Analyse häufig nicht durchgeführt wird – nicht selten ein Grund für das Scheitern eines Start-ups.

Ein weiteres Thema betrifft die Finanzierung. Viele Jungunternehmer unterschätzen die Tatsache, dass vom ersten Tag an bereits Ausgaben getätigt werden müssen, die Umsätze hingegen auf sich warten müssen. Um eine gewisse Stammkundschaft aufbauen zu können, die solide Einnahmen sicherstellt, muss einiges an Arbeit und Geduld investiert werden. Häufig übersehen werden auch die dafür notwendigen Marketingausgaben. Eine weitere Problematik liegt in den häufigen Forderungsausfällen. Selbst wenn solche Zahlungen eingeklagt werden können, müssen die Mehrkosten zunächst überbrückt werden. Problematisch ist besonders in diesem Zusammenhang eine geringe Eigenkapitalquote, weil eine dann notwendige Fremdfinanzierung Abhängigkeiten von Kreditinstituten schafft. Anders gesagt: Der Unternehmer macht sich abhängig von der Einschätzung der Geldgeber, was spätestens bei einer Erhöhung der Kreditlinie zu Turbulenzen führen kann.

Betriebswirtschaftliches Fachwissen ins Unternehmen holen

Holen Sie sich fachliche Unterstützung!Darüber hinaus sollte der Existenzgründer betriebswirtschaftliches Know-how erwerben. Experten können bei gescheiterten Unternehmungen häufig beobachten, dass die engagierten Unternehmer viel von ihrer Kernarbeit verstehen, hinsichtlich steuerrechtlicher oder juristischer Fragen aber nur über wenig Wissen verfügen. Dabei sind es insbesondere diese Feinheiten, die das Unternehmen bereits in einer frühen Phase der Gründung in ernsthafte Schwierigkeiten bringen können.

Umfangreich versichern

Keine Abstriche sollten beim Thema Versicherung gemacht werden. Auch Selbstständige unterliegen der Krankenversicherungspflicht, Unterschiede zur abhängigen Beschäftigung gibt es allerdings dennoch: Neben der Versicherung im System der gesetzlichen Krankenversicherung ist es ebenso möglich, sich in einer privaten Krankenversicherung zu versichern. Wer sein eigenes Unternehmen gründet, ist allerdings nicht verpflichtet, in die Rentenkasse einzuzahlen. Unterbleiben sollte die Altersvorsorge natürlich trotzdem nicht. Weiterhin ist es unabdingbar, betriebliche Risiken abzusichern. Insbesondere in der frühen Phase der Unternehmensgründung läuft nicht alles rund, eine Betriebshaftpflicht schützt vor Schäden, die bei Kunden verursacht werden.

Fazit: Ganzheitliche Planung mindert Risiko des Scheiterns

So zeigt sich am Ende: Eine interessante Geschäftsidee allein ist für den wirtschaftlichen Geschäftserfolg nicht ausreichend. Ein klar strukturierter Businessplan verdeutlicht die eigenen Ziele sowie Alleinstellungsmerkmale gegenüber der Konkurrenz. Darüber hinaus setzen Banken einen solchen Plan zur Kreditvergabe voraus. Bei der Rechtsform sollte eine später möglicherweise notwendige Aufstockung des Eigenkapitals berücksichtigt werden, umfangreiche Versicherungen und eine vorherige Standortanalyse schützen vor teuren Überraschungen. Wer diese Dinge beachtet, könnte bald zur Minderheit der erfolgreichen Unternehmensgründer gehören – nicht selten zahlt sich das Risiko der Unternehmensgründung nämlich aus. Eine Zusammenfassung von verschiedenen Ressourcen & Tools zur Unternehmensgründung gibt es hier.