SEO-Trend 2016: Content ist Kaiser!

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Für Websites gilt seit Langem „Content is king“, und 2016 werden originelle Texte noch wichtiger. Mit diesen Tipps pushen Sie Ihr SEO-Ranking.

 

Volle Konzentration auf mobilfreundliche Inhalte

Was Google im April 2015 angekündigt hat, gilt erst recht für 2016: Mobilfreundliche Websites werden höher gerankt und liegen öfter auf den ersten Plätzen. Mitte 2015 gab Google bekannt, dass seine Abfragen weltweit bereits über denen der Desktop-Abfragen liegen. Nicht nur Online-Shop-Betreiber sollten ihren mobilen Auftritt jetzt überprüfen. Denn immer mehr Leser nutzen ihre Smartphones und Tablets im eigenen Wohnzimmer statt unterwegs. Bei der personalisierten Google-Suche erhalten sie dann Treffer aus der eigenen Umgebung, was ortsansässigen Einzelhändlern, Gründern und mittelständischen Unternehmen einen willkommenen Vorteil verschafft.

Das Schlüsselwort heißt „Responsive Design“. Für PC-Bildschirme erstellte Seiten müssen überarbeitet werden. Wichtige Kriterien dafür sind die Größe und Lesbarkeit des Textes, die Ladegeschwindigkeit, ein festgelegter mobiler Darstellungsbereich, erweiterte Zwischenräume bei Texten und Links sowie die Darstellung von Grafiken, Bildern und Designelementen. Ist die Seite responsive, passt sich das Design automatisch an alle Displaygrößen an und die Seite wird barrierefrei.

Ebenso wichtig wie die Funktionalität ist eine passende Textaufbereitung für Smartphones und Tablets. Blogposts müssen gekürzt werden, damit ungeduldige Leser nicht abspringen. Lange Fachartikel sind nicht lesefreundlich auf mobilen Displays. Was alles an der Seite korrigiert werden sollte, verrät das Google Webmaster Tool “Test auf Optimierung für Mobile Geräte”. Google belohnt gelungene Überarbeitungen mit dem Prädikat „Für Mobilgeräte geeignet“. Der Satz steht vor jedem Suchergebnis und wird damit von mobilen Lesern bevorzugt.

 

Content Marketing als Erfolgsstrategie

Wen interessiert ein noch so schönes Design, wenn die Inhalte nicht zum Unternehmen passen? 2016 müssen den Online-Leser immer mehr Informationen mit Mehrwert erreichen. Ein gutes Content Marketing erfordert eine nachhaltige Strategie und idealerweise ein stabiles Content Management System. Je länger Inhalte auf einer Website stehen, verlinkt und aufgerufen werden, umso lesenswerter und zeitloser erscheinen sie Suchmaschinen auch auf lange Sicht. Mit kundenorientierten Inhalten findet Google zum Unternehmen passende Zielgruppen und schlägt die Domain bei personalisierten Suchanfragen vor – vorausgesetzt es stehen notwendige und treffende Metadaten zur Verfügung.

Und was ist mit Facebook? Im Bereich Social Media werden Unternehmen auf Qualität statt auf Quantität setzen und ihre Zielgruppen noch besser bedienen. „Snackable“ Content wie ein Tweet hat eine geringe Halbwertzeit von 18 Minuten. Worum es darin überhaupt geht, nehmen Leser nur flüchtig wahr. Stattdessen sollten Unternehmen auf Long-Form-Content setzen. Fundierte Blog- oder Fachartikel in Online-Magazinen sowie gelungene Video- und Audio-Podcasts bleiben viel länger im Gedächtnis. Und erreichen die Social Community trotzdem, indem sie per Verlinkung geteilt werden. So erhält außerdem auch die Firmenwebsite mehr Besucher.

 

Visual Content: Bilder und Videos boomen

Einen spannenden Trend im Content Marketing stellen Visual Storytelling und interaktive Elemente auf Websites dar. Periscope, Vine, Facebook Live und Snapchat bieten Einsatzmöglichkeiten, die Unternehmen noch unterschätzen. Visual Content Marketing stellt visuelle Inhalte bereit – auf Internetseiten, in Online-Magazinen oder Social-Media-Kanälen. Neben Fotos und Videos werden Cartoons, Motion Graphics, Slideshows und Infografiken eingebunden, um die Brand Awareness zu erhöhen. Visuelle Inhalte teilt die Online Community gerne, der Traffic erhöht sich nachweislich. Und Corporate Video, also die Nutzung von Video-Formaten für die Unternehmenskommunikation, sind die beste Art, ein Unternehmen kurz und knapp in ein gutes Licht zu stellen.

 

Der Firmenblog als Marketinginstrument

Eine gute Möglichkeit, gehaltvolle Inhalte zu präsentieren, sind Firmenblogs. Dafür muss das Unternehmen weder börsennotiert sein noch eine eigene Marketingabteilung beschäftigen. Anbieter wie WordPress bieten zahlreiche Design- und Formatvorlagen, sodass der Fokus von Anfang an auf dem Inhalt liegen kann. Es gibt viele Wege, seine Kompetenz unter Beweis zu stellen und über Neuheiten zu berichten. Beliebt sind Artikel, Best Practice Beispiele, Veranstaltungen, Erfahrungsberichte, Mitarbeiterprofile oder die Vorstellung neuer Produkte. Auf einem Blog sind alle Themen übersichtlich aufgelistet, und die verschiedenen Zielgruppen finden sofort, was sie interessiert. Die Integration eigener Bilder lohnt sich eher als das Zurückgreifen auf Bilddatenbanken: Mit guten Anchor-Texten erscheinen sie im Google Bilder Verzeichnis mit einem Verweis zur Firmenwebsite oder zum Blog.

 

Überzeugende Google-Auftritte steigern lokales Ranking

Google bietet insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen mehrere Dienste an, um sich von der regionalen Konkurrenz abzuheben. Das Eintragen in Google Maps, Google Plus Local und Google My Business zählt zum Pflichtprogramm. Google Plus Local (bis 2012: Google Places) ist Googles Branchenbuch und unverzichtbar für ein gutes lokales Ranking. Auf Google Maps erscheinen die Einträge auf Stadtplänen. Google My Business ist das wichtigste Profil für Firmen. Um ihre Inhaberschaft zu bestätigen, erhalten sie von Google postalisch eine PIN. Verifizierte Unternehmen können dann ihre Daten, repräsentative Fotos und Kundenbewertungen hinzufügen. Änderungen von Daten oder Öffnungszeiten erscheinen automatisch in der Google-Suche, auf Google Maps und Google+. Ein gewaltiger Kick für lokale Suchergebnisse, die im Jahr 2016 noch wichtiger werden.

Qualitativ hochwertigen Content fordert ein Google+ Profil. Über Erfahrungsberichte, Bilder und Image-Filme, redaktionelle Artikel, Verlinkungen und praktische Tipps überzeugen Unternehmen ihre Kunden hier durch Kompetenz und Mehrwert. Im Gegensatz zu anderen sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter frisst das Portal nicht pausenlos mühevoll erstellte, aber nur kurze Zeit sichtbare Inhalte. Schon durch das einmalige Einrichten dient es Google als Anker in Suchergebnislisten, und die Webauftritte werden automatisch und nachhaltig besser gerankt als Konkurrenzseiten ohne Google+ Profil. Die Möglichkeiten der Eigenwerbung sind vielfältig.

 

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Gastautorin Kathrin Schubert

Kathrin Schubert

Die Wortjongleurin ist Romanistin, Texterin und ADM-zertifizierte Freie Lektorin. Sie schreibt und lektoriert Web- und Werbetexte für Unternehmen im In- und Ausland. In SEO-Vorträgen und auf dem Blog seotexterin-muenchen.de vermittelt sie KMUs und Existenzgründern ihr Wissen über Suchmaschinenoptimierung und Content Marketing.
Textdienstleistungen: SEO-optimierte Texte, SEO-Beratung/Website-Check, Artikel für Magazine, Kundenzeitschriften und Blogs, Werbelektorat.
www.kathrin-schubert.de

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