„Education is the most powerful weapon which you can use to change the world.” Mit diesen Worten bezeichnete der frühere Präsident Südafrikas und bekannte Bürgerrechtler Nelson Mandela die Bildung als eine der schärfsten Waffen. Diese kann für die Änderung der Welt genutzt werden. Außerdem  wird unsere Gesellschaft heute von rasanten Veränderungen geprägt. Nur ein lebenslanges Lernen und Weiterbildung ermöglicht es uns, die Herausforderungen zu meistern. Wer sich ihr nicht stellt, wird von anderen überflügelt. Die Konsequenzen spüren auch Unternehmer, Führungskräfte und Manager. Die erfolgreiche Gestaltung betrieblicher Prozesse und die Leitung von hochqualifizierten und interdisziplinär zusammengestellten Teams erfordern eine ständige kritische Auseinandersetzung mit den eigenen Kenntnissen und Fähigkeiten – und natürlich deren Anpassung an die Erfordernisse des digitalen Zeitalters.

Gründe für die berufliche Weiterbildung

Nach der Berufsausbildung oder dem Studium und dem Sammeln praktischer Erfahrungen gilt es für viele Angestellte ebenso wie für Selbständige oder Unternehmer, weitere Lehrgänge, Kurse oder Fortbildungen zu besuchen. Vor allem die fortschreitende Digitalisierung im Berufsalltag stellt alle Beteiligten vor große Herausforderungen.

Die TNS Infratest-Studie 2016 zeigt, dass 75 Prozent aller Personalverantwortlichen in deutschen Unternehmen einen erhöhten Ausbildungsbedarf durch die Digitalisierung erwarten. In Mitarbeitergesprächen und Zielvereinbarungen müssen Sie das unbedingt berücksichtigen. Setzen Sie gemeinsame Ziele und identifizieren Sie geeignete Bildungsangebote, das hilft dem Unternehmen langfristig. Je nach Ziel der Maßnahme unterscheiden die Bildungsexperten dabei verschiedene Formen:

Die Anpassungsfortbildung

Weiterbildung im Kontext der Digitalisierung wird immer bedeutsamer!Die Digitalisierung schreitet in allen Bereichen der Unternehmen unaufhaltsam voran. Längst nicht alle Mitarbeiter sind darauf vorbereitet. Mit einer Anpassungsfortbildung können sie neue Technologien kennenlernen, die in ihrem Tätigkeitsfeld eingeführt werden sollen. Typische Beispiele sind die Anschaffung von CNC-Maschinen oder die Einführung von CAD-Systemen. Das Programmieren von Steuerung und die Anwendung der neuen Software kann nur in einer professionellen Weiterbildung erlernt werden. Schweißerlehrgänge im Handwerk oder fachspezifische Weiterbildungen im kaufmännischen Bereich gehören ebenso dazu. Anpassungsfortbildungen bringen die Kenntnisse und Fähigkeiten der Mitarbeiter auf neuesten Stand. Daher werden sie oft einem größeren Kreis von Teilnehmern angeboten. Ihr Ziel ist die Erhöhung der Produktivität der Arbeit. Da solche Maßnahmen vorwiegend betrieblichen Interessen dienen, regen Unternehmen diese oft selbst an und finanzieren diese.

Das Training von Schlüsselqualifikationen

Ob Führungskräfteseminar oder Kommunikationskurs, Trainings- oder Coachingmaßnahmen erfreuen sich großer Beliebtheit. Hier arbeitet man vor allem an den persönlichen Voraussetzungen der Teilnehmer. Themen wie Team- oder Mitarbeiterführung, Konfliktbewältigung oder Kommunikation sind Schwerpunkte hier. Die Weiterbildungen finden in kleinen Gruppen oder in Einzelsitzungen statt. Ihr Ziel ist die Förderung bestimmter persönlicher Eigenschaften, daher erfolgt die Auswahl der Fortbildungen sehr individuell. Geeignet sind sie für alle Ebenen des Managements, je nach Unternehmensgröße. Sie bieten sich auch bei bevorstehenden Beförderungen an. Solche Trainingskurse können im Personalentwicklungsplan vereinbart werden, oft buchen jedoch Führungskräfte auch von sich aus diese Fortbildungen, um sich für ihre Aufgaben zu rüsten.

Die Aufstiegsfortbildung

Es gibt unterschiedliche Motivationen, eine berufliche Weiterbildung mit dem Ziel, eine neue Stufe auf der Karriereleiter zu erklimmen, zu beginnen. Geht die Initiative vom Teilnehmer selbst aus, dann ist er mit seiner beruflichen Situation meist unzufrieden. Mit der Aufstiegsfortbildung strebt er eine neue Position an, auch ein Unternehmenswechsel ist nicht ausgeschlossen. Verbunden damit ist der Wunsch nach mehr Verantwortung und höherer Vergütung. Diese berufliche Weiterbildung geht meist über einen längeren Zeitraum und wird von Institutionen der Kammern oder privaten Schulen angeboten. Sie findet oft nebenberuflich statt und endet mit einer Prüfung.

Bilden Sie sich auf Lehrgängen aller Art weiter!Zertifikate zeugen später von einem erfolgreichen Abschluss. Typische Beispiele für solche Fortbildungen sind die Meisterlehrgänge der Handwerkskammern. Die Statistik des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks zeigt, dass jährlich mehr als 20.000 Teilnehmer ihre Meisterprüfung ablegen (Stand 2013). Die Bilanzbuchhalter -, Steuerberater- oder Wirtschaftsprüferlehrgänge im Rechnungswesen oder Studienlehrgänge der Betriebswirtschaft an einer Verwaltungsakademie sind weitere Beispiele. Teilnehmer solcher Lehrgänge sind sehr engagiert, überzeugen mit einer hohen Leistungsbereitschaft, Durchhaltewillen und Selbstdisziplin. Steuern Sie diese Aufstiegsfortbildungen gezielt, um hochqualifizierte und motivierte Fachkräfte im Unternehmen zu halten.

Die Umschulung

Wenn die Gesundheit es nicht mehr erlaubt, den erlernten Beruf auszuüben, finanzieren Rententräger oder Berufsgenossenschaften eine Umschulung. So erfolgt nach einer langen Krankheit oder nach einem Unfall die Integration der Betroffenen in den Arbeitsmarkt.

Die grundlegenden Veränderungen in der Arbeitswelt erfordern Weiterbildungen aller Mitarbeiter, vom einfachen Angestellten bis hin zur Führungskraft. Nur dann können sie aktiv und engagiert die Prozesse gestalten – und ihr Wissen einsetzen, um ihre Umwelt zu verändern.